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Auf dieser Seite: Erdkabel / Stromnetzausbau

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Top 25:
Priorität für Erdkabel beim Ausbau der Stromnetze
in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/710
Bericht und Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses
(Ausschussüberweisung am 4. Mai 2006)
Drucksache: 16/946
-Plenarprotokoll-

Ausbau des Stromnetzes:                                         
Breites Votum für Erdkabel

Kiel (SHL/14.09.) Statt neuer Freilandleitungen soll es in Schleswig-Holstein zukünftig verstärkt Erdkabel geben. Dafür hat sich der Landtag einstimmig ausgesprochen. Die Parlamentarier folgten damit einer Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses. Der hatte befürwortet, beim notwendigen Ausbau des Stromnetzes die Erdverkabelung grundsätzlich zu bevorzugen.

Bedingung sei aber, "dass dies technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar ist", heißt es in der Ausschussempfehlung. Zudem erwartet der Landtag, dass sich die Betreiber der Windparks, um deren Strom es vor allem geht, an den möglichen Mehrkosten von Erdkabeln beteiligen, um eine Strompreiserhöhung zu vermeiden. Wie dies in der Praxis aussehen soll, darüber gab es im Plenum jedoch keine Einigkeit. Der Landtag hatte das Thema auf Antrag der Grünen behandelt. Hintergrund: Bei dem notwendigen Ausbau des Stromnetzes zwischen Breklum und Flensburg, Heide und Pöschendorf sowie Göhl und Lübeck hat der Netzbetreiber den Bau von Freilandleitungen beantragt.

Hauptredner: Johannes Callsen (CDU), Regina Poersch (SPD), Heiner Garg (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Lars Harms (SSW), Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU)

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Hintergrund:
  Einstimmig spricht sich der Wirtschaftsausschuss beim Ausbau des schleswig-holsteinischen Stromnetzes "grundsätzlich" für die Verwendung von Erdkabeln anstelle von Freileitungen aus. Er schränkt jedoch ein, dies müsse "technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar" sein. Zudem, so der Ausschuss, müssten sich die Windpark-Betreiber, um deren Strom es hauptsächlich geht, "angemessen an den möglichen Mehrkosten von Erdkabeln beteiligen".
  In Schleswig-Holstein soll das Stromnetz unter anderem zwischen Breklum und Flensburg, Heide und Pöschendorf sowie Göhl und Lübeck ausgebaut werden. Die Kreistage in Nordfriesland, Dithmarschen und Ostholstein haben sich ebenfalls für Erdkabelleitungen ausgesprochen. Anwohner der Kabeltrassen befürchten die Verschandelung der Landschaft und negative Folgen für den Tourismus und die Landwirtschaft beim Bau von Freileitungen.
  Erdkabel besitzen im Vergleich zu Freileitungen einige Vorteile. Sie sind gegenüber Witterungsunbilden wie Sturm, Eisregen, Blitzeis, Blitzen mit Überspannungen und mechanischen Beschädigungen besser geschützt. Außerdem wird die elektromagnetische Ausstrahlung vermindert. Ein Nachteil ist neben den höheren Kosten jedoch auch die zu hohe Kapazitätsbelegung der Leitung, die in großräumigen Energieverteilnetzen ein Problem darstellt.

mehr Informationen: plenum-online, Mai 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai1-2006/
texte/03_09_pact_stromkabel.htm.)

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