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Chipkarte im Test
Schleswig-Holstein soll Pilotregion bei der
Einführung der Gesundheitskarte werden
Kiel (SHL/14.09.)
Der Landtag hat die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte
begrüßt. Einig waren sich die Abgeordneten auch darin, dass die bisherigen Anstrengungen Schleswig-Holsteins in dem Bereich, unter anderem mit dem Testlauf der Karte im Raum Flensburg, gewürdigt werden sollten und das Land als Pilotregion bei der Einführung berücksichtigt werden müsse. Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht (SPD) bezeichnete die Gesundheitskarte als "größtes aktuelles IT-Projekt überhaupt", da 80 Millionen Deutsche diese Karte am Ende erhalten sollen.
Auf der Karte sind mittels
eines Speicherchips persönliche Angaben zur Krankenversicherung
sowie Notfalldaten wie Blutgruppe, Allergien, chronische
Erkrankungen, aber auch Angaben zu Impfungen oder Implantaten
gespeichert. Die Karte soll den Verwaltungsaufwand im
Gesundheitssektor verringern, etwa durch das so genannte
elektronische Rezept, und im Notfall eine schnelle Information von
Ärzten und Sanitätern gewährleisten.
Der Versuch mit der Chipkarte
wurde im September 2003 in Flensburg mit den ersten 100 Prototypen
gestartet. Der Norden des Landes ist eine von insgesamt acht
Test-Regionen im Bund. Mittlerweile verfügen mehr als 1.200
Patienten im Raum Flensburg über die Gesundheitskarte. Bis zur
bundesweiten Einführung werden wohl noch einige Jahre ins Land
gehen – zurzeit fehlt es noch an einer flächendeckenden
Infrastruktur mit spezieller Datenverarbeitung.
Der Bericht wurde einstimmig
in den Sozialausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Ursula Sassen (CDU), Wolfgang Baasch (SPD), Heiner Garg
(FDP), Angelika Birk (Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Auf Antrag der Koalitionsfraktionen berichtet
die Landesregierung über die Erfahrungen mit dem Test der
elektronischen "Gesundheitskarte
Schleswig-Holstein" in Flensburg.
Auf der Karte sind mittels eines Speicherchips persönliche
Angaben zur Krankenversicherung sowie Notfalldaten wie
Blutgruppe, Allergien, chronische Erkrankungen, aber auch
Angaben zu Impfungen oder Implantaten gespeichert. Die
Karte soll den Verwaltungsaufwand im Gesundheitssektor
verringern, etwa durch das so genannte elektronische
Rezept, und im Notfall eine schnelle Information von Ärzten
und Sanitätern gewährleisten.
Der Versuch mit der Chipkarte wurde im September
2003 in der Fördestadt mit den ersten 100 Prototypen
gestartet. Der Norden des Landes ist eine von insgesamt
acht Test-Regionen im Bund. Mittlerweile verfügen mehr
als 1.200 Patienten im Raum Flensburg über die
Gesundheitskarte. Bis zur bundesweiten Einführung werden
wohl noch einige Jahre ins Land gehen – zurzeit fehlt es
noch an einer flächendeckenden Infrastruktur mit
spezieller Datenverarbeitung.
Die Landesregierung ist der Auffassung, dass der
Test das Profil Schleswig-Holsteins als Gesundheitsland
weiter fördern und einen technologischen Vorsprung zu
anderen Bundesländern schaffen wird. Das
Sozialministerium geht davon aus, dass die Akzeptanz der
Karte bei den Versicherten in Schleswig-Holstein höher
ist als in anderen Regionen, die noch nicht über mehrjährige
Praxiserfahrung mit dem Modellprojekt verfügen.
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