plenum-online
wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei
Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" ,
"Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die
neueste Fassung zu erhalten.
Top 48: Baden in der Elbe Landtagsbeschluss vom 29. Juni 2006 – Drucksache 16/869 Federführend ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt
und ländliche Räume
Kiel (SHL/15.09.)
Die Wasserqualität in der Elbe hat sich in den letzten Jahren
erheblich verbessert. Gleichwohl kann nicht an allen Orten ohne
Gesundheitsgefahr gebadet werden. Dies geht aus einem von den
Grünen Beantragten Regierungsbericht hervor, den das Parlament an
den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen hat. Erfolge im Kampf
gegen die Verunreinigung des Flusses gab es dem Regierungsbericht
zufolge etwa in der Abwasserreinigung und bei der Ansiedlung von
Pflanzen und Tiere zu verzeichnen.
Hintergrund: Auf
Initiative der Grünen nimmt die Landesregierung zur
Wasserqualität der Elbe Stellung.
Die hat sich laut dem Bericht des
Umweltministeriums in den letzten Jahren deutlich
verbessert. War die Elbe vor der Wiedervereinigung ein mit
Schad- und Nährstoffen übermäßig belasteter Fluss und
etwa der Verzehr von Elbefischen ausgeschlossen, so
konnten in den vergangenen fünfzehn Jahren bedeutsame
Fortschritte verzeichnet werden. Erfolge gab es dem Papier
zufolge etwa in der Abwasserreinigung und bei der
Ansiedlung von Pflanzen und Tiere zu verzeichnen.
Die Verbesserung der ökologischen Situation der
Elbe bedeutet nach Auskunft des Umweltministeriums jedoch
nicht, dass überall bedenkenlos gebadet werden kann.
Einschränkungen ergeben sich zum einen durch die
Schifffahrt, die aufgrund der Schwall- und Sogwirkung an
bestimmten Uferabschnitten eine ernste Gefahr für Badende
darstellen kann. Zum anderen gelten nach der
Badegewässerrichtlinie strenge gesundheitlich-hygienische
Anforderungen, die nur an ausgewiesenen Badestellen
garantiert werden können. Am schleswig-holsteinischen
Elbufer sind zwei Badestellen ausgewiesen, "Kollmar
Hafen" und "Brokdorf" im Kreis Steinburg,
an denen die Badegewässerqualität regelmäßig
überwacht wird. Gesonderte Maßnahmen zur Verbesserung
der hygienischen Verhältnisse waren bislang nicht
erforderlich, da die Wasserqualität bisher den Vorgaben
der Badegewässerverordnung entsprach.
Weitere Verbesserungen der Wasserqualität werden
sich, so das Ministerium, zukünftig durch die Maßnahmen
nach der Wasserrahmenrichtlinie der EU ergeben. Sie
beinhaltet die Forderung nach einer weiteren Verringerung
von Schad- und Nährstoffen, die eine Überdüngung und
Trübung der Gewässer verursachen.
Auch die Deutschen Umwelthilfe spricht von einer
deutlichen Verbesserung der Wasserqualität seit 1990.
Selbst das Hochwasser vom August 2002 habe den positiven
Trend nicht durchbrechen können. So sei die Belastung des
Wassers mit hochgiftigem Quecksilber von 28.000 Kilogramm
im Jahr 1985 auf 1.000 Kilogramm im Jahr 2004 gesunken.