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Kinder- u.
Jugendhilfe, 1. Lesung (Top
6; Drs. 16/903);
Jugendhilfe und Schule
(Top 18; Drs.16/958neu);
Konfliktprävention an Schulen (Top 26; Drs. 16/728
Nr. 2 u. 3, 16/947);
Unterrichtssituation (Top 34; Drs. 16/902);
Pflegewissenschaft (Top 27;
Drs. 16/780
Absatz 2, 16/804,
16/948)
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Kinder- u. Jugendhilfe:
Schleswig-Holstein plant die Anpassung der landesrechtlichen
Bestimmungen zur Kinder- und Jugendhilfe an die
Bundesgesetzgebung. Dies sieht ein Gesetzentwurf der
Landesregierung vor, den das Parlament an den Sozialausschuss überwiesen hat. Hintergrund: Der Bund hatte
mit dem Tagesbetreuungs-Ausbaugesetz (TAG) vom 1. Januar 2005 und
dem Kinderjugendhilfe-Weiterentwicklungsgesetz (KICK) vom 1.
Oktober 2005 mehrere Änderungen am Sozialgesetzbuch VIII
vorgenommen. Im TAG wurde unter anderem die Vorgabe konkretisiert,
für Kinder unter drei Jahren Plätze in den Tageseinrichtungen
bereitzustellen. Das KICK enthält weitere Regelungen wie etwa die
Verbesserung des Schutzes von Jugendlichen und Kindern bei
Gefahren sowie die Stärkung der Steuerungsverantwortung des
Jugendamtes.
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Konfliktprävention:
Der Landtag macht sich für mehr
Gewalt-Prävention an den Schulen stark. Mit den Stimmen
aller Parteien wurden unter anderem gezielte Maßnahmen zur
Bekämpfung von Gewalt sowie Aus- und Weiterbildung von
Lehrern auf diesem Problemgebiet gefordert. Des weiteren
sollen die Anstrengungen auf dem Gebiet der Integration und
die Sprachförderung intensiviert werden. Die Abgeordneten
folgten mit diesen Forderungen in weiten Teilen einem Antrag
der Grünen. Die Oppositionspartei hatte darüber hinaus
eine bessere Vernetzung von Schule, Jugendhilfe und
Sozialarbeit verlangt. Die Vernetzung ist nach Einschätzung
des Bildungsausschusses bereits "kontinuierlich"
vorangeschritten.
Schleswig-Holstein Politiker reagieren mit diesem
Beschluss nicht zuletzt auf die Vorfälle an der
Rütli-Schule im Berliner Stadtteil Neukölln. Dort hatte
das Lehrerkollegium wegen wiederholter Gewaltausbrüche der
Schüler Polizeischutz angefordert. Die Berliner Hauptschule
ist nur ein Beispiel für das Gewaltproblem an deutschen
Schulen: Nach einer 2003 angefertigten Studie des
Bundeskriminalamtes sind fünf Prozent der Schüler
regelmäßig gewalttätig. Ein Drittel schlägt gelegentlich
zu. Jeder dritte Schüler hat Angst, allein den Schulweg
anzutreten oder auf den Pausenhof zu gehen.
mehr Infos: plenum-online,
Mai
2006
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Jugendhilfe
u. Schule: Wie
steht es um die Verzahnung von Schule und Jugendhilfe im
Land? Wie ist es um die Ganztagsangebote an
Schleswig-Holsteins Schulen bestellt? Auf diese und weitere
Fragen erwartet das Parlament in der November-Tagung
Antworten von Seiten der Landesregierung. Die Grünen, die
den Berichtsantrag gestellt hatten, interessieren sich vor
allem für die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe in
den Kreisen und kreisfreien Städten. Außerdem möchten die
Oppositionsfraktion wissen, wie viel Geld für
Kooperationsmaßnahmen in diesem Bereich ausgegeben wurde
ist und wie erfolgreich diese Maßnahmen waren. Im Detail
geht es unter anderem um Entwicklung der Zuschüsse und die
Kosten- und Gebührenpflichtigkeit von Eltern.
Kooperations-Projekte
von Lehrern, Sozialarbeitern und Erziehungsberatern sind
etwa bei Ganztagsangeboten in Schulen möglich. Die Angebote
reichen von der Hausaufgabenhilfe über die
Drogen-Aufklärung bis hin zu Sport- und
Freizeitaktivitäten. mehr Infos: plenum-online,
Mai
2006
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Unterricht: Der
Landtag hat einen schriftlichen Bericht der Landesregierung über die
Unterrichtssituation an Schleswig-Holsteins Schulen im Schuljahr 2005/06
an den Bildungsausschuss überwiesen. Laut dem Papier sei es gelungen, "die
Unterrichtsversorgung durch Wiederbesetzung der frei gewordenen Stellen
und Bereitstellung von insgesamt 200 zusätzlichen Stellen zu
verbessern". Die Zahl der Unterrichtsstunden ist an den
allgemeinbildenden Schulen um knapp 3.900 gestiegen. Für die
Einstellung in den Schuldienst lagen rund 3.400 Bewerbungen vor, davon
1.545 aus Schleswig-Holstein. Die Schülerzahl blieb im vergangenen Jahr
nahezu unverändert (0,05 Prozent). Für das Jahr 2006/2007 rechnet das
Bildungsministerium mit einen Rückgang der Schülerzahlen von 0,6
Prozent. Im Durchschnitt gehörten 21,5 Schüler einer Grundschul-, 20,8
einer Hauptschul-, 11,6 einer Förder-, 23,6 einer Real- und 24,7 einer
Gymnasialklasse an. Damit blieben die schleswig-holsteinischen
Klassenverbände zumeist unter dem Bundesdurchschnitt. Einzig im Bereich
der Förderklassen erreichte das Land exakt den Durchschnittswert. Zum
Vergleich: Im Länderdurchschnitt liegt die Klassengröße an
Realschulen bei 26,8 Schülern und an Gymnasien bei 27 Schülern.
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Pflegewissenschaft: Das
Parlament hat mit den Stimmen der großen Koalition der von den
Grünen geforderten Einrichtung eines Lehrstuhls für Pflegewissenschaft
und Pflegeforschung zum Sommersemester 2008 eine Absage erteilt. Statt
dessen setzte Schwarz-Rot gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen einen eigenen Antrag durch: Dieser sieht eine
Stärkung und Intensivierung der Forschungsanstrengungen im
Pflegebereich in den vorhandenen Strukturen an den Hochschulen und am
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) vor.
Nach Angaben des Statistikamtes Nord
haben im Jahr 2003 rund 74.300 Menschen in Schleswig-Holstein Leistungen
der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten. Das sind 2,6 Prozent der
Bevölkerung. Hiervon sind rund die Hälfte Hochbetagte über 80 Jahre.
Im Sommer 2004 haben Pflegemängel in einer Reihe von Einrichtungen des
DRK, unter anderem in Kiel, Lübeck, Flensburg, Niebüll, Leck und Plön,
für eine breite öffentliche Diskussion zu diesem Thema gesorgt.
mehr Infos: plenum-online,
Mai
2006
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