Forstwirtschaft:
Mit Blick auf den geplanten Verkauf
des Landeswaldes hat der Landtag für die November-Tagung einen
Bericht der Landesregierung zur aktuellen Lage der
schleswig-holsteinischen Forstwirtschaft sowie über deren weitere
Entwicklung gefordert. Der Berichtsantrag geht auf eine Initiative
der Liberalen zurück, die unter anderem wissen wollen, wie sich
die Situation der Forstbaumschulen im Land darstellt und welche
Bedeutung die Forstwirtschaft als Wirtschaftsfaktor inne hat.
Schleswig-Holstein
ist das waldärmste Flächenland in Deutschland: Während im
Bundesdurchschnitt die Waldfläche bei rund 30 Prozent liegt sind
es hierzulande knapp nur 9,9 Prozent. Die ausgiebigsten
Waldspaziergänge können in den Kreisen Herzogtum Lauenburg mit
seinem Sachsenwald und Segeberg gemacht werden, wo der Waldanteil
24,6 beziehungsweise 15,1 Prozent beträgt. Die wenigsten Bäume
vor ihrer Haustür haben die Bürger in Dithmarschen: Hier liegt
der Waldanteil bei 3,3 Prozent. Die Aufforstung neuer Wälder auf
zwölf Prozent der Landesfläche ist das erklärte Ziel der
Landesregierung bis zum Jahr 2010. Demnach müssten rund 1.000
Hektar jährlich angelegt werden.
mehr Infos: plenum-online,
März
2006
und Mai
2006

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Abfall:
Das von den Grünen geforderte
"abgestimmte Abfallbehandlungskonzept" zwischen
Hamburg und Schleswig-Holstein wird es nicht geben. Mit der
Mehrheit von CDU/SPD-Koalition und SSW hat
der Landtag diesem Ansinnen eine Abfuhr erteilt. Die
bestehende Zusammenarbeit reiche aus, so der allgemeine
Tenor. Die Grünen hingegen warnten angesichts mangelnder
Kooperation vor Überkapazitäten bei der Abfallbehandlung
und in deren Folge vor Mülltourismus zwischen den Ländern.
Seit
Mitte 2005 unterliegt die Lagerung von Abfall schärferen
Richtlinien: Es dürfen dann nur noch vorbehandelte, das
heißt verbrannte oder mechanisch-biologisch behandelte
Abfälle auf den Deponien landen. Dies könnte zu Engpässen
führen, denn von den rund 1,7 Millionen Tonnen Abfall, die
jährlich in Schleswig-Holstein anfallen, werden laut
Umweltministerium derzeit nur 700.000 Tonnen
weiterverwertet. Von den verbleibenden eine Million Tonnen
ist mit den bestehenden Anlagen derzeit nur bei der Hälfte
eine Vorbehandlung möglich. Neue Anlagen in Neumünster und
Lübeck könnten Abhilfe schaffen. Der Bau einer
Verbrennungsanlage in Nordfriesland ist dagegen aufgegeben
worden. Auch die in Flensburg geplante
mechanisch-biologische Anlage wird laut Regierungsbericht
wohl nicht gebaut. Weitere Entlastung erhofft sich
Schleswig-Holstein von der Nutzung Hamburger
Entsorgungs-Kapazitäten. mehr Infos: plenum-online,
Mai
2006
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