In Kürze: Meldungen 4 (Themen ohne Aussprache) 

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Hafenanlagen, 2. Lesung (Top 3; Drs. 16/207, 16/898);  Nordseekooperation (Top 16; Drs. 16/953);  Technologietransfer (Top 20; Drs. 16/960neu);  Minderheiten (Top 24; 
Drs. 16/643neu, 16/926Investitionsbank (Top 50; Drs. 16/882)


  Hafenanlagen: Die Liberalen sind mit ihrer Forderung nach einer Änderung des Hafenanlagen-Sicherheitsgesetzes (HaSiG) gescheitert. Nach Willen der Liberalen sollte die Zuständigkeit für die Kontrolle der Häfen von der beim Innenministerium angesiedelten Wasserschutzpolizei zum Wirtschaftsministerium übergehen. Außerdem wollte die FDP die Hafenbetreiber von den Gebühren entlasten, die bei den Behörden für die Erstellung von Gefahrenabwehr-Plänen zu entrichten sind. Der Vorstoß der Liberalen wurde mit den Stimmen der Großen Koalition, der Grünen und des SSW abgelehnt. Das Hauptargument: Eine Gebührenentlastung sei mit Blick auf die Finanzlage des Landes nicht zu verantworten. Hintergrund des FDP-Antrages ist die Sorge um die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Hafenanlagen im internationalen Wettbewerb. Insbesondere Gebühren für die Hafensicherheit seien in anderen Ländern nicht üblich.
 
Das Hafenanlagensicherheitsgesetz gilt seit Juni 2004 und legt fest, wie die neuen Sicherheitsbestimmungen der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) in Schleswig-Holstein umgesetzt werden. Die IMO hat die entsprechenden Vorschriften nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 verschärft. Betroffen sind alle Hafenanlagen, die internationale Passagierschiffe sowie Frachtschiffe mit einer Größe von über 500 BRZ abfertigen. Damit fallen 60 der 96 Hafenanlagen im Lande unter diese Regelung. Die Häfen Kiel, Lübeck und Neustadt spielen dabei eine besondere Rolle, weil hier im Laufe eines Jahres insgesamt rund 170 Mal Kreuzfahrtschiffe anlegen. 

mehr Infos: plenum-online, Januar 2005,
August 2005

  Technologietransfer:  Der Weg des Wissensaustausches zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft ist bisweilen versperrt oder zu lang. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH). Vor diesem Hintergrund hat der Landtag auf Antrag der Grünen für Februar kommenden Jahres einen Bericht der Landesregierung gefordert. Er soll unter anderem Aufschluss darüber geben wie die Regierung das Ergebnis der Studie bewertet und wie sie darauf reagieren will.
 Die ISH unterstützt die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren in den Bereichen Technologie, Energie und Klimaschutz. Ziel ist es, die für Innovationen in Schleswig-Holstein entscheidenden Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einen Tisch zu bringen, damit sie fachbezogen miteinander reden.

  Nordseekooperation: Der Landtag wird sich in der November-Tagung mit dem Stand der Nordseekooperation befassen: Einhellig haben Vertreter aller Landtagsparteien einem interfraktionellen Berichtsantrag zugestimmt. Darin fordern die Parlamentarier von der Landesregierung Daten und Fakten zur Lage der wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit, des kulturellen Austauschs, des Umgangs mit Minderheiten sowie des Natur-, Küsten- und Meeresschutzes im Nordseeraum. Anstoß für den gemeinsamen Berichtsantrag war der Kongress der Friesen in Leck vom 5. bis 7. Mai. Dort habe sich gezeigt, dass es zurzeit noch keine einheitliche Strategie zur Zusammenarbeit rund um das "Mare Frisicum" gebe, so die Begründung.

mehr Infos: plenum-online, März 2006

  Minderheiten Der Landtag möchte dem Schutz und der Förderung von "autochthonen nationalen Minderheiten" auf Bundesebene Verfassungsrang einräumen. Einen entsprechenden Antrag des SSW haben die Abgeordneten einstimmig gebilligt. Als „autochthon" wird in der Soziologie die ursprüngliche Bevölkerung eines Gebietes bezeichnet. Der Antrag des SSW bezieht sich auf die Sorben, Friesen, Dänen, Sinti und Roma.
  Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hat indes mit Verständnis auf die Forderung des Landtages reagiert. Er hat sich allerdings dafür ausgesprochen, erst einmal den Abschlussbericht der Enquete-Kommission des Bundestages zur "Kultur in Deutschland" abzuwarten. In Schleswig-Holstein leben rund 200.000 Menschen, die einer nationalen Minderheit angehören.

mehr Infos: plenum-online, März 2006

 

 

 

  Investitionsbank: Der Landtag hat den Geschäftsbericht der Investitionsbank für 2005 an die Ausschüsse für Finanzen sowie Wirtschaft überwiesen. Laut dem Papier verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr ein Rekord-Fördervolumen in Höhe von 1,55 Milliarden Euro. Der Bereich Wirtschaft steigerte sein Neugeschäftsvolumen um zehn Prozent; die Kommunalförderung fiel um 30 Prozent höher aus und erreichte die Gesamtsumme von 640,8 Millionen Euro. 2005 waren bei der Investitionsbank 354 Vollzeitarbeitskräfte beschäftigt. 2004 waren es noch 346. Für 2006 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Anstieg der Vollzeit-Beschäftigten auf 366. Die schleswig-holsteinische Investitionsbank ist das größte Förderinstitut im Lande für Existenzgründungen, Wohnungsbauförderung, Investitionshilfen für Unternehmen und die Förderung von Städten und Kommunen bei Infrastrukturmaßnahmen.   

           mehr Infos: Investitionsbank S-H


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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:
Hartz IV-Unterkunftskosten

Sportwetten

AKW Brunsbüttel

Regierungserklärung:
Innere Sicherheit

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert
Besuch bei "plenum-online"

I n n e n  / R e c h t

1. Lesung:
Gemeindeordnung
(ohne Aussprache)
2. Lesungen:
Gerichtsstruktur
Offener Kanal
(ohne Aussprache)
Regierungserklärung:
Innere Sicherheit

Dringlichkeit:
Sportwetten

Wahl:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Antrag:
Rundfunkgebühren
Bericht:
Verfassungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

1. Lesung:
Haushalts- und Finanzplan
Berichte:
Landesbeteiligungen
Bürokratiekosten
HSH Nordbank
Investitionsbank
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesung:
Kinder- u. Jugendhilfe
(ohne Aussprache)

Dringlichkeit:
Hartz IV-Unterkunftskosten

Anträge:
Gesundheitsreform
Jugendhilfe und Schule
(ohne Aussprache)
Berichte:
Integrierte Versorgung
Gesundheitskarte
Kinderschutz
Frühförderung
Gesundheitswesen
Ambulante Pflege 
Pflegewissenschaften
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Öffentl.-Rechtl. Partnerschaft
Sicherheit Hafenanlagen
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Öl-Preise
Antrag:
Technologietransfer
(ohne Aussprache)
Berichte:
Erdkabel / Stromnetzausbau
Eigenkapital Mittelstand
Zukunftsprogramm Wirtschaft

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Dringlichkeit:
AKW Brunsbüttel

Anträge:
Landeswald-Verkauf
Forst- u. Holzwirtschaft
(ohne Aussprache)
Berichte:
Energieträger Kohle
Wasserqualität Elbe
Abfallentsorgung
(ohne Aussprache)
Stallpflicht f. Geflügel
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Universitäts-Klinikum
Hochschul-Bauplanung
Berichte:
Studienplatz-Angebot
Unterrichtssituation
(ohne Aussprache)
Konfliktprävention an Schulen
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europa-Politik
Nordseekooperation
(ohne Aussprache)
Berichte:
Ostsee-Politik
Minderheiten
(ohne Aussprache)