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Aktionsplan saubere
Seewirtschaft
Parlament lobt
Landesregierung für Bemühungen
um integrative Meerespolitik
Kiel (SHL/12.09.).
Die Landesregierung setzt mit Blick auf die ökologische und
ökonomische Entwicklung des Nord- und Ostseeraums weiterhin auf
eine integrative Meerespolitik. Auf diesem Gebiet nehme
Schleswig-Holstein bereits eine Vorreiterrolle ein, hob
Europaminister Uwe Döring (SPD) in einem von CDU und SPD
beantragten Regierungsbericht hervor. Die Konsultationen zum
Grünbuch der EU für eine integrative Meerespolitik seien
mittlerweile abgeschlossen, zurzeit warte das Land auf den
Aktionsplan der zuständigen Kommission – das künftige Blaubuch.
Dessen Zielvorgaben werde Schleswig-Holstein "auf Landesebene
herunterbrechen", so der Minister.
Vertreter aller Parteien hoben in der Debatte die
Bedeutung der Meere als ökonomische und ökologische
Lebensgrundlage hervor und sprachen sich gegen eine rücksichtslose
Ausbeutung der Gewässer aus. Fraktionsübergreifend lobten die
Abgeordneten den Bericht des Ministers für das darin dokumentierte
Engagement. Döring selbst nannte in der Debatte einen weiteren
Beleg des schleswig-holsteinischen Einsatzes im maritimen
Umweltbereich: So
will die Bundesregierung in Brüssel eine vom Landtag unterstützte
Initiative für die Landstromversorgung von in Häfen liegenden
Schiffen starten.
Der Bericht, der an den Europaausschuss überwiesen
wurde, betont die wirtschaftliche Bedeutung der Meere: So werde 90
Prozent des Außenhandels der EU über den Seeweg abgewickelt.
Gleichzeitig steige aber auch die Belastung, etwa durch
Wasserverschmutzung oder Überfischung. Die Ziele der integrativen
Meerespolitik sind in dem Grünbuch Europäische Meerespolitik
zusammengefasst. Dieses Papier wurde in einem gesamteuropäischen
Diskussionsprozess erarbeitet, unter anderem bei einer Konferenz mit
Vertretern aus dem gesamten Ostseeraum in Kiel im September 2006.
Hauptredner:
Manfred Ritzek (CDU), Anette Langner (SPD), Ekkehard Klug
(FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)
Hintergrund:
Auf Initiative von CDU und SPD berichtet die
Landesregierung über die Meerespolitik der EU und deren
Umsetzung in Schleswig-Holstein.
Der Bericht betont die wirtschaftliche Bedeutung
der Meere: So werde 90 Prozent des Außenhandels der EU
über den Seeweg abgewickelt. Gleichzeitig steige aber
auch die Belastung der Umwelt, etwa durch
Wasserverschmutzung oder Überfischung. Das
Europaministerium spricht sich deshalb für eine
"integrative" Meerespolitik aus, die Ökonomie
und Ökologie miteinander verbindet.
Die Ziele in diesem Bereich sind im "Grünbuch
Europäische Meerespolitik" zusammengefasst. Dieses
Papier wurde in einem gesamteuropäischen
Diskussionsprozess erarbeitet, unter anderem bei einer
Konferenz mit Vertretern aus dem gesamten Ostseeraum in
Kiel im September 2006. Im Grünbuch werden als
wesentliche Punkte die Bewahrung der
Wettbewerbsfähigkeit, der Schutz der Meeresumwelt, die
Datenerhebung zum Thema, die Verbesserung der
Lebensqualität in den Küstenregionen sowie neue Formen
der meerespolitischen Entscheidungsfindung genannt.
In Schleswig-Holstein bemüht sich die
Projektgruppe "Zukunft Meer" im
Wirtschaftsministerium um die Koordinierung der Interessen
von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Lande.
Maritimer Koordinator des Landes ist Prof. Peter Herzig,
Direktor des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften
IFM-GEOMAR in Kiel.
mehr Informationen: plenum-online,
Oktober
2006
und Dezember
2006
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