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Mel1
Schulgesetz /
Rückstellung – Drs. 16/1482,
16/1568
Der Landtag hat in Zweiter Lesung
einer von den Liberalen geforderten Änderung des Schulgesetzes zur
Einschulungspraxis mit den Stimmen der Großen Koalition eine Absage
erteilt. Damit ist die von der FDP gewollte Rückkehr zur alten
Rückstellungsregelung von Kindern im schulpflichtigen Alter, die
aufgrund geistiger, seelischer oder sozialer Defizite noch nicht reif
für den Unterricht sind, vom Tisch. Nach der im Januar verabschiedeten
Schulreform sind Beurlaubungen nur noch in besonderen Fällen möglich.
In der Regel sollen auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen
eingeschult werden. Für sie ist eine Förderung in einer flexiblen
und bis zu drei Jahre dauernden Eingangsstufe vorgesehen.
Debatte/1.
Lesung: plenum-online, Juli
2007
Mel2
Schulgesetz /
Gemeinschaftsschulen – Drs. 16/1500,
16/1569
Der Landtag hat einen von den Grünen vorgelegten
Gesetzentwurf, der Neugründungen von Gemeinschaftsschulen erleichtern
soll, mit den Stimmen aller anderen Landtagsparteien abgelehnt. Das im Januar von
Schwarz-Rot verabschiedete Gesetz sieht vor, dass Gemeinschaftsschulen
"durch die Verbindung von Schulen verschiedener Schularten oder
durch eine Schulartänderung" entstehen können. Diesen Passus
hatten die Grünen streichen wollen. "Im Schulgesetz fehle die
Möglichkeit, eine Gemeinschaftsschule neu zu gründen", lautete
hierzu die Begründung. Die Oppositionspartei hatten sich in diesem Zuge
auch konzeptionelle Fortschritte versprochen. Die Große Koalition
begründete die Ablehnung des Grünen-Vorstoßes unter anderem mit
Kosten-Argumenten.
Zum neuen Schuljahr sind die ersten sieben
Gemeinschaftsschulen im Lande mit 750 Schülern eingerichtet worden. Sie
sind überwiegend aus Haupt- und Realschulen hervorgegangen.
Debatte/1. Lesung: plenum-online,
Juli
2007
Mel3
Leseförderung –
Drucksache 16/1586
Schleswig-Holsteins Schüler sollen
in ihrer Freizeit wieder öfters zum Buch greifen. Mit dieser
Zielsetzung hat der Landtag von der Landesregierung ein größeres
Engagement gefordert, um Aktivitäten innerhalb und außerhalb der
Schule zur Stärkung der Lesemotivation zu unterstützen. Einen
entsprechenden Antrag von CDU und SPD hat das Plenum an den
Bildungsausschuss überwiesen.
Die Regierungsfraktionen begründen ihren
Vorstoß mit der Bedeutung des Lesens für den Erfolg in Bildung und
Beruf sowie den Ergebnissen der Pisa-Studie, wonach 42 Prozent der
15-Jährigen in Schleswig-Holstein nicht zu ihrem Vergnügen lesen
würden.
Debatte zur
"Lesekultur Jugendliche": plenum-online, März
2004
Mel4
Stundenzahl Lehrer
– Drucksachen 16/1486neu
2. Fassung, 16/1570
Schleswig-Holstein wird nicht mehr Lehrer als
geplant einstellen: Der Landtag lehnte mit den Stimmen der Großen
Koalition einen entsprechenden Antrag der Grünen ab. Die
Oppositionspartei hatte ihren Vorstoß mit den im Schulgesetz
festgelegten, unterschiedlichen Pflichtstundenzahlen an den
Schulen begründet und vor einer Überlastung der Lehrer sowie vor
Unterrichtsausfall in der Sekundarstufe I gewarnt. Die Liberalen
enthielten sich in der Abstimmung; der SSW folgte der
Argumentation der Grünen.
Hintergrund: Vom Schuljahr 2010/2011 an sollen alle Lehrer an
Regional- und Gemeinschaftsschulen einheitlich 26 Wochenstunden in
der Sekundarstufe I, den Klassen 5 bis 10, geben. Die Regelung
gilt für Pädagogen, die bisher an Hauptschulen (bisher 27,5
Stunden) und Realschulen (27) unterrichten, ebenso wie für Lehrer
in Sekundarstufe I an Gesamtschulen (25,5), die zu
Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Für Oberstufenlehrer
bleibt es bei 24,5 Stunden.
vorherige Debatte zum
Thema: plenum-online, Juli
2007
Mel 5
Sprachheilpädagogik
– Drucksachen 16/1218,
16/1571
Mit
breiter Mehrheit hat der Landtag einen FDP-Vorstoß für den Erhalt
regionaler Förderschulen für Schüler mit Sprachstörungen
zurückgewiesen. CDU, SPD, Grüne und SSW votierten gegen
den Antrag der Liberalen. Hintergrund: Das Bildungsministerium plant,
Kinder mit Sprechdefiziten künftig verstärkt integrativ in ihren
jeweiligen Grundschulen zu unterrichten. Demgegenüber betonen die
Liberalen die Bedeutung eigener Einrichtungen für Kinder, "bei
denen präventive Fördermaßnahmen und/oder integrative Förderung in
Grundschulklassen nicht ausreichen". Die Liberalen kritisieren
damit die Pläne der Landesregierung, die drei Sprachförderschulen im
Lande in Preetz (zurzeit 12 Schüler), Lübeck (100) und Bad Schwartau
(60) an benachbarte Schulen anzugliedern.
vorherige Debatte zum
Thema: plenum-online, Februar
2007
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