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Der Landtag
trauert...
...um
Ursula Röper und Peter Bendixen
Kiel (SHL/12.09.). Mit
einer Schweigeminute hat der Landtag zu Beginn seiner Tagung
zweier ehemaliger Abgeordneter gedacht: Ursula Röper und Peter
Bendixen. Die beiden einstigen CDU-Parlamentarier sind im August verstorben. Landtagspräsident Martin
Kayenburg würdigte Ursula Röper als "gradlinige, kraftvolle
Politikerin", die stets optimistisch und humorvoll ihren Weg
gegangen sei. Peter Bendixen, ein "Urgestein des
Landes", so Kayenburg in seiner Trauerrede, habe sich stets
"mit scharfen Verstand, Herz und Lebensfreude" für
Schleswig-Holstein engagiert.
Ursula
Röper aus Steinbergkirche
(Kreis Schleswig-Flensburg), die dem Landtag von 1992 bis 2000
angehörte, starb am 11. August nach langer Krankheit. Die
gelernte Werbekauffrau, 1944 in Bensheim (Hessen) geboren, hatte
auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur und das Lehramtsstudium
für Grund- und Hauptschulen an der Uni Flensburg absolviert.
Entsprechend lag der Schwerpunkt ihrer parlamentarischen
Tätigkeit im Bildungsbereich. Zwischen 1996 und 2000 war Ursula
Röper zudem stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion. In der
Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg in Angeln war sie unter
anderem als Studienleiterein aktiv. Wegen ihrer Verdienste um die
deutsch-polnische Verständigung wurde die Ehrenvorsitzende der
CDU-Frauenunion mit dem Kavalierkreuz des Verdienstordens der
Republik Polen ausgezeichnet.
Am
30. August ist der ehemalige Kultusminister Peter Bendixen
im Alter von 64 Jahren unerwartet in Kiel verstorben. Der in
Haurupfeld (Kreis Schleswig-Flensburg) geborene Studienrat war von
1975 bis 1996 Abgeordneter, zuletzt stellvertretender
Fraktionsvorsitzender, und leitete von 1979 bis 1988 das heutige
Bildungsministerium. Daneben engagierte sich Bendixen in
verschiedenen Parteiämtern, unter anderem als langjähriger
Kieler Kreisvorsitzender und als Landesgeschäftsführer der CDU.
Neben der Schulpolitik, die er als engagierter Befürworter
des dreigliedrigen Schulsystems prägte, lagen Peter Bendixen die
Wissenschaft und die Kultur besonders am Herzen. So stellte er die
Weichen für den Ausbau der universitären Forschung in Kiel und
Lübeck. Die Erfolgsgeschichte des Meeresforschungsinstituts
GEOMAR in der Landeshauptstadt trägt seine Handschrift. In seiner
Amtszeit wurden zudem das Landesmuseum Schloss Gottorf ausgebaut,
und das Herrenhaus Salzau wurde zum Kulturzentrum und zu einem der
zentralen Orte des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, für dessen
Gelingen sich Peter Bendixen über viele Jahre als
Kuratoriumsmitglied einsetzte. Seit 2004 war der Träger des
Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland
Vorsitzender des Sängerbundes Schleswig-Holstein.
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