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Auf dieser Seite: Archivwesen 

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Das Archivwesen in Schleswig-Holstein

Große Anfrage der Fraktion des SSW – Drucksache 17/32
Antwort der Landesregierung / Federführend ist das Ministerium für Bildung und Kultur – Drucksache 17/616

Personalmangel in den Archiven

Kiel (SHL/09.09.) In Schleswig-Holsteins Archiven wird weiter Personal abgebaut. „Wir müssen einsparen. Die Archive werden sich auf die gesetzlich geforderten Kernaufgaben beschränken müssen", kündigte Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) in seiner Antwort auf eine Große Anfrage des SSW an, ohne allerdings detaillierte Zahlen zu nennen. Aus der schriftlichen Vorlage seines Ministeriums geht hervor: Im Land fehlen derzeit bereits 56 Kreis-, Stadt-, Amts- und Gemeindearchive. Seit dem Jahr 2000 sind die Kommunen zwar durch das Landesarchivgesetz zur fachgerechten Archivierung ihrer Unterlagen in eigener Verantwortung verpflichtet. Es gebe aber kein Weisungsrecht des Landes, so der Minister.

SSW-Fraktionschefin Anke Spoorendonk kritisierte in der Aussprache, dass trotz der Bedeutung von Archiven als „Zentren der historischen Forschung" bereits in den letzten Jahren massiv gespart wurde. Die Folge, so Spoorendonk: „Es gibt eine Vielzahl von Defiziten, die die Arbeit des Archivwesens in ihrer Existenz bedroht".

Ausbildung soll wieder anlaufen

Aktuell sind im Landesarchiv 13 Archivare beschäftigt. In den Archiven der Kommunen arbeiten neun Facharchivare. Ein Großteil der dort Beschäftigten sind fortgebildete Mitarbeiter aus anderen Bereichen. Aufgrund von Personaleinsparungen werden seit 2006 im höheren und seit 2008 im gehobenen Dienst keine neuen Archivanwärter beziehungsweise Referendare mehr ausgebildet. Das soll sich im kommenden Jahr ändern: Minister Klug kündigte an, dass ab 2011 wieder Facharchivare ausgebildet werden.

Die Antwort auf die Große Anfrage wurde an den Bildungsausschuss überwiesen.

Weitere Redner: Wilfried Wengler (CDU), Jürgen Weber (SPD), Kirsten Funke (FDP), Ines Strehlau (Grüne), Heinz-Werner Jezewski (Linke)

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Hintergrund:
In Schleswig-Holstein besitzen zwar 129 Kommunen ein eigenes Archiv. Dennoch fehlen im Lande insgesamt 56 Kreis-, Stadt-, Amts- und Gemeindearchive. Das teilt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage des SSW mit. Obwohl die Kommunen seit dem Jahr 2000 durch das Landesarchivgesetz „zur fachgerechten Archivierung ihrer Unterlagen in eigener Verantwortung" verpflichtet sind, gebe das Gesetz der Landesregierung keine Handhabe, die Archivierungspflicht durchzusetzen.

Die Oppositionsfraktion kritisiert, dass „in den letzten zehn Jahren massiv bei den Archiven gespart wurde". Die Regierung erklärt hingegen, dass es aufgrund der finanziellen Haushaltslage „unrealistisch" sei, mehr Mitarbeiter im Landesarchiv in Schleswig sowie in den Kommunalarchiven einzustellen.

  Fachlichkeit in Kommunalarchiven
  nicht allerorts gewährleistet

Aktuell sind im Landesarchiv 13 Archivare beschäftigt. In den Archiven der Kommunen arbeiten allerdings nur neun Facharchivare. Ein Großteil der dort Beschäftigten sind fortgebildete Mitarbeiter aus anderen Bereichen. Die Fachkompetenz sei zwar „relativ hoch", bei zwei Drittel der Kommunalarchive sei „die Fachlichkeit jedoch nicht gewährleistet", heißt es in der Antwort der Landesregierung.

Aufgrund von Personaleinsparungen werden seit 2006 im höheren und seit 2008 im gehobenen Dienst keine neuen Archivanwärter beziehungsweise Referendare mehr ausgebildet.

Stichwort: Große Anfrage
Eine Fraktion oder mindestens 18 Abgeordnete können eine Große Anfrage an die Landesregierung stellen. An die Beantwortung soll sich eine Aussprache im Landtag anschließen. Kann eine Anfrage nicht innerhalb eines Monats beantworten werden, so muss der Präsident die Große Anfrage auf Verlangen der Fragestellenden auf die Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung setzen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
AKW-Laufzeiten

Dringlichkeit:
Landes-Wahlgesetz

Aufnahme ehemaliger Sicherungsverwahrter

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident ruft zum "Miteinander" auf

I n n e n  / R e c h t

Dringlichkeit:

Landes-Wahlgesetz

2. Lesung:

Jugendvollzugsanstalt Glasmoor
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Rundfunkänderungs- Staatsvertrag
Ladenöffnung
Geodaten-Infrastruktur
(ohne Aussprache)
Justizverwaltungskosten
(ohne Aussprache)
Anträge:
Auslandseinsätze der Bundeswehr
Landes-Entwicklungsplan
Untersuchungsausschüsse
Residenzpflicht
Gleichgeschlechtliche Ehen
Abschiebehaft
Regierungs-Berichte:

Bäderverordnung

Justizvollzugsanstalten

F i n a n z e n

2. und 1. Lesungen / Regierungsbericht:

Landeshaushalt
1. Lesung:
Spielbanken
Anträge:
HSH-Spitzelaffäre
Steuerhinterziehung
Geschäftsbericht:

Investitionsbank S-H
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
Nichtraucherschutz
Beratungsstelle Frau u. Beruf
ALG für Schwangere
Ausschussempfehlung:
Sammelsystem für Arzneimittel
(ohne Aussprache)
Regierungs-Berichte:

Hartz-IV-Bilanz

UN-Konvention für
behinderte Menschen

Barrierefreies Fernsehen
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Aktuelle Stunde:
AKW-Laufzeiten
Antrag:
CCS-Gesetz
Regierungs-Berichte:

Zusammenarbeit mit Syddanmark

Innovationsstiftung
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. und 2. Lesung:

Bilgen-Entwässerung / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Antrag:
Grundwasserverordnung

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Hochschulgesetz
Große Anfrage:
Archiv-Wesen
Anträge:
Europaschulen
Europäische Kulturstrategie
Uni-Klinikum Lübeck
Journalismus und Politik
Lehrerstreik
Landeszentrale für politische Bildung

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Initiativen in Archangelsk
Ausschussempfehlung:
Kulturhauptstadt Sonderburg
(ohne Aussprache)
Regierungs-Bericht:

Ostseebericht