Anette Langner (SPD) schlug unter anderem vor, die
Arbeitsbedingungen an den Europaschulen durch Ausgleichsstunden für
Europa-Koordinatoren zu verbessern, den Lehreraustausch in Europa zu
erweitern und ein spezielles Europa-Referendariat in der
Lehrerausbildung einzuführen. Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP)
signalisierte zu letzterem Punkt Gesprächsbereitschaft, wies aber auch
auf mögliche Probleme hin. So müsse beispielsweise geklärt werden,
unter welches Dienstrecht die Referendare fallen und wie es um die
Durchführung der in Schleswig-Holstein üblichen theoretischen
Ausbildung stehe.
In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 28 Grund- und
Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufliche
Schulen, die den Status einer Europaschule haben. Ziel dieser
Bildungseinrichtungen ist es nach Angaben der Landesregierung, Schüler
und Auszubildende „ fit zu machen für das Leben und Arbeiten in
Europa". Dafür besteht eine Landes-Grundlinie, die von den Schulen
zu eigenen Konzepten erweitert wird.
Der Antrag der Sozialdemokraten wurde zur Beratung an
den Bildungssausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Niclas Herbst (CDU), Kirstin Funke (FDP), Bernd Voß (Grüne), Ellen
Streitbörger (Linke), Anke Spoorendonk (SSW)