Behinderung
wird in der Konvention als Teil der Vielfalt menschlichen
Lebens betrachtet. Das Übereinkommen will die weltweit
rund 600 Millionen Behinderten rechtlich absichern und
Diskriminierung zurückdrängen. Ein Ansatz: Die
Konvention setzt auf die gleichberechtigte Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben statt auf das Prinzip der
Fürsorge.
Immer mehr
Schleswig-Holsteiner
sind schwerbehindert
In
Schleswig-Holstein sind zurzeit knapp 250.000 Menschen,
fast neun Prozent der Bevölkerung, schwerbehindert. Die
Zahl ist seit 2003 um zehn Prozent gestiegen. Diese
Entwicklung sei überwiegend auf die Alterung der
Bevölkerung zurückzuführen, so das Statistikamt Nord.
Der
40-seitige Regierungsbericht stellt eine Vielzahl von
Projekten, Fördermaßnahmen und Veranstaltungen zusammen,
mit denen die gesellschaftliche Gleichstellung behinderter
Menschen erreicht werden soll. Themen sind die
gleichberechtigte Teilhabe am politischen und kulturellen
Leben, Erziehung und Bildung sowie die Teilhabe am
Arbeitsleben. Leitorientierung aller Projekte ist die
Inklusion: Das politische Gesamtkonzept des
Sozialministeriums sei „darauf ausgerichtet, dass alle
Menschen mit Behinderung ihren Anspruch auf
gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
verwirklichen können", heißt es im Bericht.
Behindertenbeauftragter
des Landes
veranstaltet Krach-Mach-Tach
Die
Bundesregierung will bis zum Frühjahr 2011 einen
Nationalen Aktionsplan erarbeiten, an dem
Schleswig-Holstein sich beteiligt. Dieser Aktionsplan
werde Schritte zur Umsetzung der UN-Konvention bis zum
Jahr 2020 enthalten, berichtet das Sozialministerium. Das
Ministerium kündigt zudem an, gemeinsam mit dem
Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Ulrich
Hase im Dezember eine Veranstaltungsreihe zur
UN-Konvention zu starten, zu der insbesondere behinderte
Menschen und deren Interessenvertretung eingeladen werden
sollen.