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25.05.18
14:21 Uhr
SPD

Martin Habersaat: 1.467 Ideen für das Paket der Ministerin

Kiel, 25. Mai 2018 Nr. 170 /2018



Martin Habersaat:


1.467 Ideen für das Paket der Ministerin Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zum Paket der Bildungsministerin zur Lehrkräftegewinnung:
Die Bildungsministerin hat ein umfangreiches Paket vorgelegt, um unsere Schulen mit ausreichend und ausreichend qualifizierten Lehrkräften zu versorgen. Das begrüßen wir. Wir begrüßen auch, dass zahlreiche erfolgreiche Projekte ihrer Vorgängerin (Besoldungsverbesserungen für Gemeinschaftsschullehrkräfte werden nun auch auf Grundschullehrkräfte übertragen, Stärkung des Quer-, Seiten- und Direkteinstiegs, „Teach First“, JSJ Schule - um nur fünf Beispiele zu nennen) übernommen werden.
Ergänzende Vorschläge haben wir im Bildungsausschuss gemacht und wir werden auch weiterhin konstruktiv an der Bewältigung dieser großen Aufgabe für unser Land mitarbeiten. 1.467 Ideen kommen schon heute: Die Unterstützung von Lehrkräften, die sich um Quer-, Seiten- und Direkteinsteigende kümmern, ist dringend geboten und im Paket enthalten. Es muss aber noch mehr passieren:
• Von den 98 Personen, die ohne jede Lehramtsausbildung an unseren Förderzentren unterrichten, sind nur 3 Seiteneinsteiger. Außerdem sind da noch 11 Lehrkräfte mit 1. Staatsprüfung, die sich nicht im Vorbereitungsdienst befinden.
• Von den 424 Personen, die ohne jede Lehramtsausbildung an unseren Grundschulen unterrichten, sind nur 34 Seiteneinsteiger. Außerdem sind da noch 110 Lehrkräfte mit 1. Staatsprüfung, die sich nicht im Vorbereitungsdienst befinden. 2



• Von den 287 Personen, die ohne jede Lehramtsausbildung an unseren Gemeinschaftsschulen unterrichten, sind nur 19 Seiteneinsteiger. Außerdem sind da noch 143 Lehrkräfte mit 1. Staatsprüfung, die sich nicht im Vorbereitungsdienst befinden.
• Von den 102 Personen, die ohne jede Lehramtsausbildung an unseren Gymnasien unterrichten, sind nur 12 Seiteneinsteiger. Außerdem sind da noch 46 Lehrkräfte mit 1. Staatsprüfung, die sich nicht im Vorbereitungsdienst befinden.
• Von den 302 Personen, die ohne jede Lehramtsausbildung an unseren Berufsbildenden Schulen unterrichten, sind nur 7 Seiteneinsteiger. Außerdem sind da noch 19 Lehrkräfte mit 1. Staatsprüfung, die sich nicht im Vorbereitungsdienst befinden.
Das sind 1.467 Lehrkräfte ohne oder ohne abgeschlossene Lehramtsausbildung an unseren Schulen, um die sich ebenfalls gekümmert werden muss. Das passiert an den Schulen, aber ohne Entlastung für die betreuenden Lehrkräfte. Die SPD hatte hierzu zu den Haushaltsberatungen einen Vorschlag gemacht.
Zitat aus der Pressemitteilung vom 19.2.2018:
„Solange wir zur Sicherung der Unterrichtsversorgung auf ‚Hilfslehrkräfte‘ angewiesen sind, müssen wir diesen helfen! Schließlich wollen und sollen sie im Interesse der Kinder gute Arbeit leisten. Lehrkräfte, die sich der Begleitung und Unterstützung einer Lehrkraft ohne zweites Staatsexamen annehmen, sollen deshalb im Umfang von einer Wochenstunde entlastet werden. Das ist nur ein bescheidener, aber ein wichtiger Schritt. Zum Vergleich: Referendare werden von zwei Ausbildungslehrkräften begleitet, die jeweils im Umfang von zwei Wochenstunden entlastet werden.“
Die Ministerin negierte damals den von uns gesehenen Handlungsbedarf. Vielleicht beurteilt sie die Sache im Rahmen des jetzt vorgelegten Pakets ja noch einmal neu.