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12.07.18
16:47 Uhr
SPD

Kai Vogel: Wo bleiben die Lösungen für die kommenden Monate?

Kiel, 12. Juli 2018 Nr. 238 /2018



Kai Vogel:
Wo bleiben die Lösungen für die kommenden Monate?
Zur Pressekonferenz zu den geplanten Investitionen auf der Strecke der Marschbahn äußert sich der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:


„Es ist gut, dass die Bahn endlich erkannt hat, dass hoher Investitionsbedarf auf der Strecke der Marschbahn besteht und die Strecke in weiten Teilen saniert werden soll. Antworten zu den aktuellen Problemen blieben der Minister und die DB allerdings schuldig.
Den Pendlerinnen und Pendlern und den Touristen nützt dieses Investitionsprogramm bei den täglichen Problemen absolut nichts. Alle heute vorgestellten Planungen werden die Probleme mit Verspätungen und Zugausfällen wegen der vier Jahre andauernden Maßnahmen eher noch verstärken. Wer eine Sanierung der Marschbahn als den großen Wurf bezeichnet, hat nicht erkannt, dass die Strecke bereits heute vollkommen überlastet ist. Wenn sich der Ausbau dann genau an die Sanierung anschließt, wird die Marschbahn über Jahre absolut unattraktiv bleiben.
Hotelbetreiber und Touristiker berichten, dass viele Gäste ihnen bereits ein Fernbleiben angekündigt haben, wenn sich die Situation Sylt oder das Festland zu erreichen, nicht schnell ändert.
Die SPD-Fraktion erwartet, dass die Landesregierung gemeinsam mit der DB alle Maßnahmen, die sofort zu einer Verbesserung auf der Strecke beitragen, umsetzen wird. Der Minister kann die Entschädigung für alle Pendlerinnen und Pendler deutlich erhöhen, da die von der Bahn einbehaltenen Strafzahlungen nur zu einem Teil an die Pendlerinnen und Pendler ausgeschüttet werden. Bereits mehrere hunderttausend Euro wurden vom Ministerium nicht an die Pendelrinnen und Pendler weitergereicht und von der Landesregierung als Sparschwein zweckentfremdet. 2



Wegen der dauerhaft unzumutbaren Verspätungen muss die Landesregierung mit der DB eine Einigung finden, dass bis auf weiteres auch die Fernzüge bis Niebüll als Nahverkehrszüge an jedem Bahnhof halten und ohne Fernverkehrszuschlag zu nutzen sind.
Für den Sylt-Shuttle muss in der aktuellen Sommerhochsaison gelten, dass jeder Autozug unabhängig von der Buchung genutzt werden kann und nicht ein Anbieter fast leer und der andere übervoll fährt. Am Pfingstwochenende 2018 haben sich hier die beiden Anbieter auch auf eine gemeinsame Nutzung geeinigt.
Hier kann der Minister einmal zeigen, ob seine Beziehungen zur DB so gut sind, wie er heute wieder darstellen wollte oder ob es wieder nur bei den Ankündigungen für die kommenden Jahre bleibt.“