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28.09.18
15:25 Uhr
B 90/Grüne

Ines Strehlau zur Neujustierung der Profiloberstufe

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 360.18 / 28.09.2018

Nicht jede*r Schüler*in brennt für Deutsch, Mathe und Englisch
Zur Neujustierung der Profiloberstufe sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Die Überarbeitung der Profiloberstufe ist richtig. Von Schüler*innen und Lehrkräften hö- ren wir immer wieder, dass das erhöhte Anforderungsniveau und vier Wochenstunden nicht zusammen passen. Die Schüler*innen brauchen mehr Zeit, um sich intensiv mit den einzelnen Themen zu befassen. Und nicht jede*r Schüler*in brennt für Deutsch, Mathe und Englisch gleichermaßen. Eine eigene Schwerpunktsetzung und die Mög- lichkeit, nach Interesse in bestimmte Fächer vertieft einzutauchen, stärkt die Freude an Schule und verbessert die Chance auf gute Leistungen. Deshalb finden wir es einen gu- ten Vorschlag, nicht mehr alle drei Kernfächer auf erhöhtem Niveau belegen zu müs- sen, sondern nur noch zwei. Diese dann aber fünfstündig, wie zukünftig auch das Profil- fach.
Für uns ist auch ein richtiger Weg, im Sprachprofil zwei Sprachen verpflichtend belegen zu müssen. Das bietet auch hier durch die Fünfstündigkeit eine größere Möglichkeit zur Vertiefung. Und es bietet auch für Schüler*innen, die in der siebten Klasse beispiels- weise Technik und keine zweite Fremdsprache gewählt haben, die Chance, neu mit beispielsweise Spanisch in der Oberstufe zu beginnen.
Mit den vorgeschlagenen Änderungen schaffen wir den Spagat zwischen guter allge- meiner Bildung und eigener Schwerpunktsetzung nach Interesse. Außerdem gleichen wir unsere Oberstufen den Anforderungen anderer Länder an.
Die vorgesehene Verbesserung von interdisziplinärer Projektarbeit durch Flexibilisie- rung ist sehr bereichernd für den Unterricht. Fächerübergreifende Zusammenarbeit wird in der Ausbildung und an den Hochschulen immer wieder gefordert. Seite 1 von 2 Ich begrüße den vom Bildungsministerium geplanten offenen Diskussionsprozess. Auch wir Grüne werden die Zeit nutzen, um mit Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern über die Reform zu diskutieren. Es liegen Vorschläge auf dem Tisch, aber es ist noch nichts in Stein gemeißelt.
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