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03.04.19
16:47 Uhr
SPD

Dr. Kai Dolgner: Dass Schulen Jugendoffiziere in den Unterricht einladen, ist eine Selbstverständlichkeit

Kiel, 3. April 2019 Nr. 091 /2019



Dr. Kai Dolgner:
Dass Schulen Jugendoffiziere in den Unterricht einladen, ist eine Selbstverständlichkeit Zur Diskussion über die Präsenz der Bundeswehr an Schulen und dem entsprechenden Beschluss der Berliner SPD erklärt der Sprecher für Bundeswehrangelegenheiten der SPD- Landtagsfraktion, Dr. Kai Dolgner:
„Ich finde den Berliner Beschluss völlig unverständlich und bestenfalls überflüssig, denn in Schleswig-Holsteins Schulen wird nicht rekrutiert.
Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee, die im demokratischen Auftrag handelt. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Schulen Jugendoffiziere in den Unterricht einladen, um mit den Schülerinnen und Schülern über die schwierigen Fragen von Friedenssicherung, Krieg, Militär und Pazifismus zu diskutieren. Genauso selbstverständlich sollte es aber auch sein, dass entweder gleichzeitig oder zu einem anderen Zeitpunkt auch Gesprächspartner eingeladen werden, die sich zu Bundeswehr, Wehrdienst und Auslandseinsätzen kritisch stellen. Da besteht in der Praxis wohl noch Nachholbedarf seitens der Landesregierung. Ich bin der Auffassung, dass wir unseren Jugendlichen zutrauen können, sich, wie zum Beispiel beim Klimawandel, eine eigene Meinung zu diesen elementaren Fragen zu bilden. Einige außerschulische Werbekampagnen, die zum Beispiel das Soldatentum verharmlosend in die Nähe von Computerspielen oder Abenteuerurlaub rücken, sollten dringend durch echte Aufklärung ersetzt werden. Dass der Soldatenberuf halt kein Beruf wie jeder andere ist, wird jede*r selbstbewusste Soldat*in auch bestätigen. Offener und fairer Dialog über schwierige Fragen und die nüchterne Darstellung der Realitäten sind allemal besser als Ausgrenzung und Distanzierung auf der einen Seite und Romantisierung auf der anderen Seite.“