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04.04.19
12:57 Uhr
SPD

Tobias von Pein: Jedes Hassverbrechen ist eines zu viel

Kiel, 4. April 2019 Nr. 093 /2019



Tobias von Pein:
Jedes Hassverbrechen ist eines zu viel

Der Verein hat heute die Ergebnisse seines Monitorings für 2018 zu rechten, rassistischen und antisemitischen Angriffen vorgestellt. Demnach sind diese Angriffe gegenüber 2017 leicht auf 51 Fälle zurückgegangen. Dazu erklärt der Sprecher gegen Rechtsextremismus der SPD- Landtagsfraktion, Tobias von Pein:
„Ich begrüße ausdrücklich, dass es seit 2017 in Schleswig-Holstein durch den Verein zebra ein unabhängiges Monitoring gibt. Dabei handelt es sich oft um Hasskriminalität handelt, genauer um fremdenfeindliche oder rassistische Motive.
Man mag sich nicht vorstellen, was ein solches Hassverbrechen psychisch mit den Menschen anstellt, mit ihrem Sicherheitsempfinden. Darum ist die Opferberatung, wie sie etwa Zebra e.V. anbietet, so wichtig, damit die Menschen wieder ein Leben in Frieden führen können. Diese Gewalt widert mich an und jede Gewalttat ist eine zu viel! Mir ist aber auch wichtig, dass durch Beobachtung und Monitoring Licht ins Dunkel gebracht wird und dass die Täterinnen und Täter sich nie unbeobachtet fühlen, vielleicht sogar abgeschreckt werden. Sie sollen wissen: Die Zivilgesellschaft lässt sich eure Gewalt nicht bieten!
Die Fallzahlen mögen nicht hoch erscheinen, doch werden sie bei der Politisch Motivierten Kriminalität nur bei eindeutiger Zuordnung aufgeführt, um keinen falschen Eindruck zu erwecken. Das heißt, es gibt eine deutlich erhöhte Dunkelziffer, wenn beispielsweise persönliche Motive nicht ausgeschlossen werden können. So spricht zebra dann auch davon, dass es sich bei den vorgestellten Zahlen nur um die „Spitze des Eisbergs“ handle. 2



Es gibt eine Verrohung der Debatte, die dazu führt, dass Gewalt im Alltag einiger Menschen immer häufiger ein legitimes Mittel der Konfliktbearbeitung zu sein scheint. Wenn wir ständig hören müssen, die Anderen, also „die“ Geflüchteten, „die“ Politiker*innen, „die“ Medien würden „uns“ für dumm verkaufen und hätten nur Böses im Sinn, dann ermutigt das ganz bestimmt auch Einige, ihren rassistischen Fantasien mit Taten Ausdruck zu verleihen. Das gesprochene oder geschriebene Wort ist eben auch eine Waffe.“