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07.08.19
14:42 Uhr
B 90/Grüne

Marret Bohn zur Erhöhung des Eigenanteils in Pflegeheimen

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 295.19 / 07.08.2019



Pflege als Armutsfalle passt nicht in eine solidarische Gesellschaft
Zu den geplanten Erhöhungen des Eigenanteils in Pflegeheimen sagt die pflegepoliti- sche Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:
Eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen ist, eine menschenwürdige Pflege für alle in unserem Land sicher zu stellen. Das dürfte inzwischen allen klar sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir deutlich mehr Geld in die Pflege investieren. Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen können diese Aufgabe nicht allein bewälti- gen.
Es ist völlig inakzeptabel, dass Pflegebedürftige mit steigenden Eigenanteilen allein ge- lassen werden. Es ist nicht schön, zum Sozialamt gehen zu müssen, wenn man sich die steigenden Pflegekosten nicht leisten kann. Pflege als Armutsfalle passt nicht in eine solidarische Gesellschaft. Die Pflegeversicherung muss an die gesellschaftliche Realität angepasst und erneuert werden. Deshalb hat Schleswig-Holstein gemeinsam mit Ham- burg, Berlin und Bremen eine zukunftsweisende Initiative zur Deckelung der Eigenantei- le in der Pflege in den Bundesrat eingebracht.
Es ist wichtig und richtig, dass Pflegekräfte eine bessere und tarifgebundene Bezahlung bekommen. Das unterstützen wir Grüne aus vollem Herzen! Die höheren Gehälter dür- fen aber nicht eins zu eins auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden. Das führt zu ei- ner finanziellen Überlastung. Wir wollen eine Obergrenze für den Eigenanteil der Pfle- gekosten festlegen. Den Rest muss die Pflegeversicherung zahlen. Die höheren Aus- gaben der Pflegeversicherung können durch einen Steuerzuschuss kompensiert wer-
Seite 1 von 2 den. Das ist die Zielrichtung unserer Bundesratsinitiative. Der Sozialverband hat zur Gegenfinanzierung die Umwidmung des Solidaritätszuschlags zum „Pflege-Soli“ vorge- schlagen. Auch das ist eine Möglichkeit.
Wir Grüne unterstützen Gesundheitsminister Heiner Garg bei seinen Verhandlungen und setzen darauf, dass es eine Mehrheit im Bundesrat geben wird. Für uns Grüne steht fest, dass eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung der richtige Weg und dringend erforderlich ist.
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