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26.09.19
16:26 Uhr
Landtag

Einladung an die Medien: Go Trabi go - Landtag bekommt Trabi zum Tag der Deutschen Einheit

Nr. 190 / 26. September 2019



Einladung an die Medien: Go Trabi go – Landtag bekommt Trabi zum Tag der Deutschen Einheit
Die Skulptur „Quo Vadis?“ des tschechischen Künstlers David Černý, ein Trabant auf vier Beinen, ist noch bis zum 13. Oktober auf der NordArt ausgestellt. Zwischenzeitlich geht sie jetzt aber erstmal nach Kiel: Die Staatskanzlei hat der Skulptur Beine gemacht und zeigt sie anlässlich des Tags der Deutschen Einheit vor dem Landeshaus.
Bereits ab Montag (30. September) ist der Trabi zu sehen – auch von der Kiellinie aus: Er wird auf der linken Seite hinter dem Landtag, zwischen Plenarsaal und Haus B, stehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 3. Oktober stehen Parlamentspräsident Klaus Schlie, der Künstler David Černý sowie Wolfgang Gramm (Chefkurator der NordArt) und Inga Aru (Co-Kuratorin der NordArt) für ein Presse- und Künstlergespräch zur Verfügung.

Zum Presse- und Künstlergespräch sowie Fototermin am
Tag der Deutschen Einheit, Donnerstag, 3. Oktober, 15:15 Uhr linksseitig hinter dem Landeshaus (zwischen Plenarsaal und Haus B), Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel
sind Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen.

Hintergrund: Die Trabi-Skulptur schuf Černý 1990 aus Originalkomponenten und aus Fiberglas sowie Metall. Der Künstler erinnert damit an die Vorkommnisse vom September 1989, als tausende DDR-Bürger in die Deutsche Botschaft Prag flüchteten und dabei ihre Trabanten in den Straßen zurückließen. Es handelt sich um das Original, das sonst im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig steht. Eine Bronzereplik befindet sich im Garten der Deutschen Botschaft in Prag.
Foto: © NordArt 2019, Carlshütte • David Černý „QUO VADIS?“, Trabant, Fiberglas, Metall NordArt 2019 • 1. Juni – 13. Oktober 2019 • www.nordart.de



David Černý Tschechische Republik
Witzig, spannend, kinetisch, krass, provokant – so ziehen die Kunstwerke David Geboren 1967 in Prag. 1988–94 Akademie der Angewandten Künste, Prag. Černýs ihre Betrachter in den Bann. Seine Werke polarisieren, stoßen messerscharf 1994–95 P.S.I. Künstler in Residenz, New York; 1995–96 Whitney Museum, und mutig auf sensible politische, historische und gesellschaftliche Themen und Freies Studienprogramm, New York. Zahlreiche Kunst-Projekte weltweit. lassen den sarkastischen Humor ihres stets unkonventionellen Erfinders erahnen. In seiner Heimatstadt Prag hat Černý bis rund 20 zu Attraktionen gewordene "QUO VADIS": Das zielgerichtet vor sich hinschauende, fest auf seinen kräftigen Bei- Installationen im öffentlichen Raum aufgestellt. 2001 erschuf er in einem aus nen verharrende Hybridwesen ist ein Skulptur gewordenes Jahrhundertereignis! Als den 1920er Jahren stammenden Glas-Warenhaus ein non-profit Kultur-, Kunst- am 1.Juli 1990 die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen den beiden und Veranstaltungszentrum, die "Meet Factory", mit Theater, Musikbühne, 16 deutschen Staaten in Kraft trat, positionierte der aufrührerische tschechische Akti- Ateliers für insgesamt 30 internationale Künstler, gekoppelt an Stipendien. Mit onskünstler und Bildhauer David Černý seine aus Originalkomponenten gefertigte der seinem Werk eigenen Gewandtheit und Freude an Sprachspielereien und Skulptur mit dem vielsagenden Titel "Quo Vadis?" auf dem Altstädter Ring in Prag. zynischen Wortähnlichkeiten nennt Černý seine Factory einen "multicultural Im Herbst 1989 waren Tausende DDR-Bürger mit ihren Trabanten nach Prag gereist supermarket". und hatten in der Deutschen Botschaft ihre Ausreise beantragt. Die Botschaft der "Ein Künstler kann selten ein großer Künstler sein, wenn er konform ist", meinte Bundesrepublik Deutschland ließ das symbolträchtige Kunstwerk gut sichtbar für der ehemalige Außenminister der Tschechischen Republik, Karel Schwarzen- alle Passanten in ihrem Garten aufstellen. Um es vor Witterungseinflüssen zu schüt- berg. "Ich habe wenige Künstler im Leben gekannt, die nicht in der Opposition zen, wurde dort 2001 ein Bronzeabguss platziert. Der Prototyp, welcher auch auf waren. Da ist der David Černý keine Ausnahme. Dass er es witziger macht als die der NordArt 2019 zu bestaunen ist, befindet sich seit 2002 als Dauerleihgabe in der meisten, provokanter als die meisten, ist auch richtig." Sammlung des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig. (Text: Almut Rix) www.davidcerny.cz



Quo Vadis, 1990, Trabant, Fiberglas, Metall, 310 x 390 x 170 cm