Volksinitiative übergibt Unterschriften gegen Fracking

29.05.2018
 

42.185 Unterschriften hat Landtagspräsident Klaus Schlie von der Volksinitiative zum Schutz des Wassers und für ein generelles Verbot von Fracking und Ölbohrungen entgegen genommen. „Es ist mehr als beachtenswert, wie viele Unterschriften Sie gesammelt haben“, sagte Schlie den Aktivisten.

 
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Ein schweres Paket: Landtagspräsident Klaus Schlie nimmt die gesammelten Unterschriften von Reinhard Knof, Mitinitiator der Volksinitiative, in Empfang. (Foto: Landtag)

Die Zahl mache deutlich, dass es einen starken Willen in der Bevölkerung in Bezug auf dieses Thema gebe.

Der Landtag hatte sich in der vergangenen Wahlperiode einstimmig gegen Fracking ausgesprochen. Den Unterschriftensammlern geht das nicht weit genug - sie wollen ein rechtssicheres Verbot durch Änderungen am Wassergesetz. Das Parlament wird voraussichtlich im November über die Zulassung der Initiative entscheiden.

Fracking steht für „Hydraulic Fracturing“ und bezeichnet eine Öl- und Gasfördermethode, bei der mittels technischer Tiefbohrungen eine Flüssigkeit im Speichergestein eingepresst wird, um Risse zu erzeugen. Dadurch wird die Durchlässigkeit der Gesteinsschicht erhöht, so dass Erdgas und Erdöl wirtschaftlich gewonnen werden können. Das Problem: Teilweise können die dabei eingesetzten Chemikalien giftig und umweltschädigend sein. In Schleswig-Holstein wird das Fracking-Verfahren nicht angewendet.

Weitere Informationen:
Landtag will Bundesratsinitiative für Fracking-Verbot (plenum-online 2014)
Landesspezifisches Anti-Fracking-Gesetz der Piraten abgelehnt (plenum-online 2015)