Drucksache 14/1908 (neu)
99-02-11
Beschlußempfehlung
des Innen- und Rechtsausschusses
gemäß Artikel 17 Abs. 2 Satz 2 LV und § 14 Abs. 1 Satz 2 GO
Bericht über die zahlenmäßige Entwicklung und Situation der Asylbewerber/innen in Schleswig-Holstein
Beschluß des Landtages vom 8. Oktober 1993
- Drucksache 13/1333 -
Der Landtag wolle beschließen:
Der Landtag bekräftigt seine Auffassung, daß der jährliche Asylbericht für die Arbeit des Parlaments unentbehrlich ist. Er bittet den Innenminister jedoch darum, künftig dem Innen- und Rechtsausschuß und nicht dem Plenum zu berichten. Der Bericht soll insbesondere folgende Themenkomplexe umfassen:
- Wie viele Asylanträge wurden jeweils in den vergangenen vier Jahren und im aktuellen Jahr gestellt?
- Welches waren die wesentlichen Herkunftsländer der Antragstellerinnen und Antragsteller?
- Wie viele dieser Anträge wurden positiv beschieden (ebenfalls aufgeschlüsselt nach Ländern)?
- Wie viele Anträge wurden rechtskräftig abgelehnt?
- In wie vielen Fällen wurden nach Abschluß des Asylverfahrens die Verwaltungsgerichte angerufen und mit welchem Ergebnis?
- Wie viele der abgelehnten Asylbewerberinnen und Asylbewerber sind freiwillig in die Heimat zurückgekehrt?
- Wie viele sind in die Heimatländer abgeschoben worden?
- Wie viele Asylbegehrende wurden nach rechtskräftigem Abschluß des Asylverfahrens in Abschiebehaft genommen, und wo wurden sie zu diesem Zweck untergebracht?`
- Welche durchschnittliche Verfahrensdauer bis zur abschließenden Bescheidung hatten beziehungsweise haben wir in Schleswig-Holstein?
- Wie viele Asylbewerberinnen und Asylbewerber wurden in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht, und wie war die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in diesen Unterkünften?
- Wie viele Asylbewerberinnen und Asylbewerber wurden auf die Unterbringungseinrichtungen der Kommunen verteilt?
- Nach welchen Kriterien erfolgte beziehungsweise erfolgt die Zuweisung an die Kreise und kreisfreien Städte? Gibt es noch Engpässe in der Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern?
- Wie viele Unterbringungsplätze sind in den schleswig-holsteinischen Aufnahmeeinrichtungen vorhanden, und wie hoch ist ihre Auslastung in der Tendenz?
- Wie viele und welche kriminellen Aktionen gegen Asylbewerberinnen und Asylbewerber beziehungsweise Asylbewerberunterkünfte hat es gegeben?
- Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit im Landesamt für Ausländerangelegenheiten tätig, und welche Entwicklung des Personalbedarfs erwartet die Landesregierung für die Zukunft?
- Bei wie vielen der abgelehnten Asylbewerberinnen und Asylbewerber ist der Verbleib unbekannt?
- Welche Probleme entstanden für die Einrichtungen durch die zusätzliche Unterbringung von Abschiebehäftlingen, und wie gedenkt die Landesregierung diese Probleme in Zukunft zu beseitigen?
- Gibt es Fälle, in denen trotz rechtskräftig abgelehnter Asylverfahren eine Abschiebung nicht erfolgte? Wenn ja: Aus welchen Gründen nicht?
- Welche Entwicklung der personellen Ausstattung zur Abwicklung der Asylverfahren durch die Verwaltungsgerichtsbarkeit war beziehungsweise ist zu verzeichnen (Richter sowie Personal im Geschäftsstellen- und Schreibdienst)?
- Wie viele sogenannte Altfälle liegen noch vor? Wie und in welchem Zeitraum erfolgt die Aufarbeitung?
- Wie erfolgte beziehungsweise erfolgt die Unterbringung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber?
- Wie viele Unterbringungsplätze sind in den schleswig-holsteinischen Aufnahmeeinrichtungen vorhanden, und wie hoch ist ihre Auslastung?
- Welche Erfahrungen gibt es mit der Umstellung von Geld- und Sachleistungen?
- Wie viele und welche kriminellen Aktionen gegen Asylbewerberinnen und Asylbewerber beziehungsweise Asylbewerberunterkünfte hat es gegeben?
- Wie viele Mitarbeiter sind derzeit im Landesamt für Ausländerangelegenheiten tätig, und welche Entwicklung des Personalbedarfs erwartet die Landesregierung für die Zukunft?
Heinz Maurus
Vorsitzender