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Digitales Lernen: Offene Infrastruktur gehört auf die Agenda!

Antrag der Fraktion der PIRATEN - Drucksache 18/2301 

zum Plenarprotokoll


Landtag macht sich für "digitale Lernoffensive" an den Schulen stark

Kiel (SHL/09.10.) Vertreter aller Fraktionen haben die Forderung der Piraten nach einer "digitalen Lernoffensive" grundsätzlich begrüßt. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen an Schleswig-Holsteins Schulen für den Unterricht mit PC, Tablet und Co. verbessert werden, hieß es unisono. Kritisch sahen die Abgeordneten aber die Forderung, allen Kindern ein Endgerät kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dies wäre schlicht nicht bezahlbar, so die einhellige Meinung.

Sven Krumbeck (Piraten) warb in der Debatte dafür, gemeinsam mit anderen Bundesländern eine gemeinsame Strategie für das digitale Lernen zu entwickeln. Dabei müsse unter anderem "Open Source" - der freie Zugang zu Lernmitteln und Programmen - via Internet ermöglicht werden.

"Medienkompetenz ist Kernkompetenz geworden wie Lesen und Schreiben", unterstrich die neue Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in ihrer Jungfernrede im Landtag. Sie warnte beispielsweise davor, jede kostenlose Quelle im Netz vorbehaltlos zu übernehmen. Es müsse beim digitalen Lernen auch um die "Standardisierung des Wissens" gehen, so Ernst. Darüber hinaus machte die Nachfolgerin von Waltraud Wende klar, dass für eine digitale Lernoffensive auch strukturelle Bedingungen wie die Breitband-Verkabelung stimmen müssten.

Der Antrag der Piraten wurde zur Beratung an den Bildungsausschuss überwiesen. Der Ausschuss hatte Mitte September eine Veranstaltung zum "digitalen Lernen in der Schule" angeboten und dort unter anderem "Baustellen" auf dem Weg dorthin diskutiert.

Weiter Hauptredner: Axel Bernstein (CDU), Kai Vogel (SPD), Anke Erdmann (Grüne), Anita Klahn (FDP), Jette Waldinger-Thiering (SSW)

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Hintergrund:
Die Bundesregierung hat im August ihre "Digitale Agenda für Deutschland" vorgestellt. Mit ihr will die Bundesrepublik ihre Netzstruktur, die Wirtschaft und das Staatswesen den Herausforderungen des modernen Computer-Zeitalters anpassen und gleichzeitig den Datenschutz und den Schutz vor Hackern nachhaltig ins Visier nehmen. Die Piraten wollen diese Agenda nun um eine digitale Lernoffensive erweitern. Dafür soll sich die Landesregierung bei der Berliner Koalition einsetzen.

Die Oppositionsfraktion fordert unter anderem die Bereitstellung von technischen Geräten mit Internetzugang für alle Schüler, die Bereitstellung von digitalen Bildungsinhalten auf öffentlichen Servern sowie die Nutzung von freilizensierten Bildungsmedien.

Mehr Info:  
Veranstaltung des Bildungsausschusses zum 
Digitalen Lernen am 19. September ...gehe zu


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