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14.01.11 , 16:26 Uhr
B 90/Grüne

Bernd Voß zum Aktionsplan der Bundesverbraucherschutzministerin Aigner

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Aktionsplan ohne klare Vorgaben Nr. 019.11 / 14.01.2011

Zum Aktionsplan der Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner aus Anlass des Futtermittelskandals sagt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der Fraktion Bünd- nis 90/Die Grünen, Bernd Voß:
Dieser Aktionsplan ist in seiner Beliebigkeit und Begrenztheit so angelegt, dass er schnell zum Verhinderungsplan jedweder Änderungen im Futtermittel- und Lebensmit- telrecht wird.
Frau Aigner will die Verarbeitung von Industriefetten und Futtermittelfetten nur in Anla- gen trennen, aber nicht die Betriebsstätten. Zugleich reagiert sie nur das Fett dieser Krise und will keine weiteren Stoffe einbeziehen, wie Eiweißstoffe oder Mineralstoffe.
Eine offensive Politik der Transparenz setzt sie ebenfalls nicht um: Die Namen der Schwarzen Schafe und derer, die mit ihnen zusammenarbeiten, müssen endlich offen gelegt werden.
Aigner fordert keine offene Deklaration von Inhaltsstoffen. Dabei brauchen wir eine klar eingegrenzte, verbindliche Positivliste, und keine beliebige. Wieviel im Futtermittel drin ist und woher es kommt bleibt den Kunden weiterhin verborgen. Die Forderungen zur Eigenkontrolle und Haftung, die Ministerin Aigner nennt, sind ohne jede Struktur.
Landwirtschaftsministerin Rumpf hat endlich einige Punkte der Grünen aufgegriffen. Wir erwarten, dass sie den Aktionsplan der Bundesregierung um weitere Punkte er- gänzt und für eine schnelle Umsetzung steht.
Wenn jetzt keine klaren Vorgaben gemacht werden, wann dann? ***
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