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02.06.21
15:07 Uhr
SPD

Martin Habersaat: Wenn Eltern ihre Kinder aus Pandemiegründen zuhause beschulen, ist das kein Fehltag!

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 1305 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de PRESSEMITTEILUNG #159 – 02. Juni 2021
Martin Habersaat: Wenn Eltern ihre Kinder aus Pandemiegründen zuhause beschulen, ist das kein Fehltag! Zum Umgang der Bildungsministerin mit dem Schuljahr 2020/2021 sagt Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Das vergangene Jahr war keines wie jedes andere. Das galt auch und gerade an den Schulen. Distanzunterricht und Hybridunterricht fanden Eingang in den Alltag, obwohl sich weder Lehrkräfte, noch Eltern oder Schülerinnen und Schüler darauf gut vorbereitet sahen. Wie auch? Die Lage im Land war denn auch sehr unterschiedlich: Es gab Klassen, die ihren regulären Unterricht nach Stundenplan fortan per Videokonferenz absolvierten, andere hatten solche Konferenzen zumindest gelegentlich, manche nie. Das hing mit der Unterschiedlichkeit der technischen Ausstattung der Schulen zusammen, mit der Ausstattung des Elternhauses und ja, auch mit der Technik-Affinität der Lehrkräfte. Auch die Rückkehr zum Präsenzunterricht war von Zufälligkeiten wie regionalen Inzidenzwerten und der Haltung des örtlichen Gesundheitsamtes abhängig. Das alles ist unstrittig.
Streiten muss man über den Umgang der Bildungsministerin mit dieser Ausgangslage. Warum müssen an den Schulen Noten vergeben werden um jeden Preis und auch in Fächern, die so gut wie nicht stattgefunden haben? Warum ist es wichtig, Fehltage im Zeugnis aufzulisten, wenn Kinder aus Sorge vor einer Infektion zuhause beschult wurden? Warum bleiben jetzt landauf, landab Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen sitzen, Verzeihung, verbringen ein zusätzliches Jahr in der flexiblen Eingangsphase? Sind Nicht-Versetzungen an weiterführenden Schulen wirklich der Leistung der Schülerinnen und Schüler geschuldet oder nicht vielleicht doch der besonderen Situation?
Die Fixierung auf Noten und auf Versetzungen kritisiert die SPD schon lange. Gerade in diesem Schuljahr hätte es pädagogische und nicht formaljuristische Lösungen gebraucht. Wenn Eltern von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihr Kind aus Pandemiegründen zuhause zu beschulen, ist das kein Fehltag. Die Schulen wären sicher nicht davon kaputtgegangen, hätten sie sich in diesem Jahr nicht auf Noten, Fehltage und Versetzungen fixieren müssen. Aber vielleicht hat Frau Prien vom Ministerpräsidenten ja den Auftrag, ihr Amt als Sachwalterin vergangener Jahrzehnte zu begreifen.“



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