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02.06.21
17:02 Uhr
B 90/Grüne

Aminata Touré und Burkhard Peters zu den Morden in Dänischenhagen und Kiel

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 191.21 / 02.06.2021

Wir sind gefordert, wirksame Strategien gegen Femizide zu entwickeln Zu den heutigen Beratungen im Innenausschuss zu den Morden in Dänischenhagen und Kiel im Mai sagt die frauenpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Aminata Touré:
„Täglich versucht ein Mann seine Frau oder Ex-Partnerin zu töten und an jedem dritten Tag gelingt es. Das zeigen die Zahlen des Bundeskriminalamtes.
Es ist wichtig, dass in der Polizeilichen Kriminalstatistik auf Bundes- sowie Landesebene die Erfassung von Straftaten gegenüber Frauen wie z.B. Femizide aufgeführt werden. Der Fall macht erneut deutlich, dass Gewalt gegen Frauen alle gesellschaftlichen Gruppen betrifft. Nur eine begrenzte Anzahl Frauen findet in Frauenhäusern Schutz. Wir sind gefordert, wirk- same Strategien gegen Femizide zu entwickeln. Wir Grüne schlagen außerdem vor, die Si- tuation von Gewaltopfern zu verbessern. Dazu gehören aus unserer Sicht z.B. Opferan- wält*innen, das Recht auf Akteneinsicht und eine verlässliche Kostentragung. Zudem müs- sen wir bei Gewalt gegen Frauen die Täter stärker in den Fokus nehmen. Wir wollen Antige- walttrainings für Täter und möchten das Thema kritische Männlichkeit breiter in die Gesell- schaft tragen.“
Der innenpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Burkhard Peters, ergänzt:
„Die Tat macht erneut deutlich, was Waffenbesitz anrichten kann. Wir Grüne machen uns dafür stark, dass Waffenbesitz in Privathäusern weiter reduziert, Waffen nicht gleichzeitig mit Munition aufbewahrt werden dürfen und illegaler Waffenbesitz besser bekämpft wird. Wir werden dazu einen Vorschlag in die Koalition einbringen.“
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