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28.04.22
11:55 Uhr
B 90/Grüne

Joschka Knuth zur Fachkräftesicherung im Handwerk

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Es gilt das gesprochene Wort! Pressesprecherin TOP 15+20 – Fachkräftesicherung im Handwerk – Claudia Jacob Klimaschutz wird vom Handwerk gemacht Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der 24105 Kiel Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Joschka Knuth: Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 112.22 / 28.04.2022

Wir stehen an der Seite des Handwerks
In den vergangenen Jahren hat die Jamaika-Regierung eine Menge für das Handwerk in Schleswig-Holstein getan. Die Meistersgründungsprämie unterstützt nicht nur die Be- triebsgründung im Handwerk, sondern auch die Unternehmensnachfolge, ein wichtiges Thema gerade bei uns im Land.
Die Gründung des Mittelstandsbeirat, auch wenn wir Grünen den Kreis gern ein wenig erweitert hätten, hat die Teilnehmenden aus dem Mittelstand doch ein ganzes Stück nä- her an die Landespolitik und damit an Entscheidungsprozesse herangerückt. Die Förder- programme der Mittelständischen Bürgschaftsbank und der IB.SH sind erweitert worden, ebenso ist das Investitionsvolumen durch beispielsweise unser IMPULS-Programm und weitere Investitionsvorhaben hoch wie nie – die gute Auftragslage, die vollen Auftragsbü- cher unserer Handwerksbetriebe kommen auch daher.
Und das wird weiter gehen: von Energiewende über Wärmewende bis zum Wohnen – all das wird vom Handwerk umgesetzt werden. Wir müssen im Land für eine klare Planung sorgen und unserem Handwerk die Sicherheit geben, dass die gute Auftragslage auch verlässlich so bleiben wird.
Dafür brauchen wir selbstverständlich Fachkräfte. Unsere Fachkräfteinitiative haben wir überarbeitet und werden wir auch künftig nachschärfen. Das Schleswig-Holsteinische Institut für berufliche Bildung haben wir in dieser Wahlperiode erst geschaffen. Es hat schon so viel bewirkt. Wir werden uns in den kommenden Jahren dafür einsetzen, dass es wieder näher an die bildungspolitischen Strukturen angebunden wird.
Eine Entrepreneurship-Education-Strategie haben wir auf den Weg gebracht und werden wir künftig konsequent umsetzen. Für die Berufsorientierung ist für mich eines besonders bedeutend: selbstverständlich soll eine handwerkliche Ausbildung genauso wie ein Stu- dium für jede*n Abiturient*in eine gute Möglichkeit sein. Es muss selbstverständlich sein,
Seite 1 von 2 nach dem Abitur in eine duale Ausbildung zu gehen und dort gute Arbeit zu finden. Das bedeutet: Wir müssen die Berufsorientierung für die duale Ausbildung insbesondere an den Gymnasien weiter stärken.
Die sinkende Tarifbindung, liebe Kolleg*innen, ist in der Tat ein Problem – das allerdings durch eine Tariftreuegesetz allein nicht gelöst wird. Das zeigen all die Bundesländer, die ein solches Gesetz haben und dennoch der gleichen Entwicklung unterliegen, wie wir in Schleswig-Holstein. Was hilft, ist nicht das alte TTG schlicht wieder aufzulegen, ein Ge- setz von damals löst nicht das Problem von heute. Das hat auch – leider – die Evaluation des alten Tariftreue- und Vergabegesetzes gezeigt. Wir müssen klüger werden, wir müs- sen Anreize schaffen, die Standards zu erhöhen oder Anreize für weitere Nachhaltigkeits- und soziale Kriterien. Wir brauchen also ein wirklich wirkungsvolles Gesetz zur Erhöhung der Tarifbindung.
Wir werden uns auch künftig für ein starkes Handwerk in Schleswig-Holstein einsetzen.
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