Das Thema Einsamkeit stand im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung „Ehrenamt verbindet – gemeinsam gegen Einsamkeit“, zu der sich heute Nachmittag (23. September) Fachleute und interessierte Bürgerinnen und Bürger im Plenarsaal des Kieler Landtages versammelt haben. In mehreren Vorträgen von Experten und bei einem anschließenden Podiumsgespräch wurde diskutiert, wie man der Einsamkeit in Schleswig-Holstein wirksam begegnen kann, welche Maßnahmen bereits erfolgreich sind, wo weiterer Handlungsbedarf besteht und welchen Beitrag die Politik leisten kann.
„Ehrenamt verbindet“ – dieser Titel bringe auf den Punkt, worum es gehe, betonte Landtagspräsidentin Kristina Herbst in ihrem Grußwort: „Um Gemeinschaft, um Begegnung und um die Frage, wie wir als Gesellschaft dafür sorgen können, dass Menschen nicht allein bleiben.“ Einsamkeit sei nicht immer sichtbar, ein Mensch könne mitten unter anderen Menschen leben und sich trotzdem einsam fühlen, Einsamkeit könne Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen treffen. „Deshalb müssen wir Einsamkeit generationenübergreifend in den Blick nehmen“, unterstrich Herbst.
Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Genau hier komme das Ehrenamt ins Spiel, denn Ehrenamt bedeute weit mehr, als eine bestimmte Aufgabe unentgeltlich zu übernehmen. „Ehrenamt schafft Beziehungen, es bringt Menschen zusammen. Das kann im Sportverein geschehen, in der Freiwilligen Feuerwehr, in der Kirchengemeinde, in der Nachbarschaftshilfe, in Kultur- und Musikvereinen, in sozialen Initiativen oder in vielen anderen Bereichen unseres Gemeinwesens“, so die Landtagspräsidentin. Dafür brauche es gute Rahmenbedingungen, Anerkennung und Unterstützung. „Deshalb ist die Förderung des Ehrenamts auch eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“