Die Folgen des Ukraine-Krieges sind auch in Schleswig-Holstein immer deutlicher zu spüren. „Mit wachsendem Entsetzen verfolgen wir Tag für Tag das Geschehen in der Ukraine, die am 24. Februar von Russland überfallen wurde“, sagte Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber in der heutigen Landtagstagung, die die Abgeordneten mit einer Gedenkminute für die Opfer des Ukraine-Krieges begannen.
Während der dreitägigen Tagung weht die ukrainische Flagge auf dem Landeshaus. Es gehe jetzt aber nicht nur um Symbolik, sondern darum, den Flüchtlingen zu helfen und „alles uns Mögliche zu tun, damit dieser verbrecherische Krieg beendet wird“, so Eickhoff-Weber. Sie mahnte, für Freiheit, Demokratie und die Grundwerte Europas einzustehen.
„Wir sehen die rücksichtslosen Angriffe auf unschuldige Frauen und Kinder, auf alte Menschen und auf die überlebenswichtige zivile Infrastruktur. Wir alle sind Zeugen eines Zivilisationsbruches, der sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit mitten im Herzen unseres Kontinents ereignet“, sagte die Landtagsvizepräsidentin. Sie erinnerte zudem an den langjährigen Vizepräsidenten des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora, Boris Romantschenko, der vier deutsche Konzentrationslager überlebt hatte. Er war vergangenen Freitag durch einen russischen Raketenangriff auf Charkiw getötet worden.