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44. Tagung der 20. Wahlperiode
August-Plenum: Haushalt, Hitzeschutz, Drohnenabwehr
Nach der parlamentarischen Sommerpause startete der Landtag mit den Beratungen über den Haushalt für das kommende Jahr in das August-Plenum. Gemeinsam beraten wurden der Haushaltsentwurf 2027, das Haushaltsbegleitgesetz sowie die Verwendung des ausgeschütteten Jahresüberschusses der Investitionsbank Schleswig-Holstein. Auch der Schutz der Bevölkerung vor zunehmender Hitze rückte in den Mittelpunkt: Gefordert wurde erneut ein landesweiter Hitzeaktionsplan. Des Weiteren wurde sich der Frage gewidmet, wie die Drohnenabwehr zum Schutz der maritimen und kritischen Infrastruktur angesichts einer veränderten Bedrohungslage weiter gestärkt werden kann.
Daneben reichte die Themenpalette von Gleichstellung, Sprachförderung und Niederdeutsch über Lehrmittelkosten, Schwimmunterricht und Gesundheitsämter bis hin zum Umgang mit dem Wolf, Strompreisen und Ganztagsausbau. Auch die Zukunft der Bäderbahn und die Fortpflanzungsmedizin beschäftigten das Parlament.
Haushalt, Gleichstellung und das Landesbeamtengesetz
Der Mittwochvormittag stand ganz im Zeichen der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr. Gemeinsam berieten die Abgeordneten den Entwurf des Haushaltsgesetzes und das Haushaltsbegleitgesetz sowie einen Vorschlag der Landesregierung zur Verwendung des an das Land ausgeschütteten Jahresüberschusses der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) aus dem Geschäftsjahr 2025. Anschließend ging es unter anderem um die Sprachentwicklung und Sprachförderung bei viereinhalbjährigen Kindern in Vorbereitung auf den Schulbesuch
Nach der Mittagspause folgten Debatten über Änderungen gleichstellungsrechtlicher Vorschriften im Land und des Landesbeamtengesetzes sowie um Änderungen des Schulgesetzes.
Hitzeschutz und der Wolf im Jagdrecht
Der Donnerstag begann mit einer Debatte über den Hitzeschutz für die Bevölkerung im Land angesichts zunehmender Hitzeperioden. Die SPD forderte die Landesregierung erneut auf, gemeinsam mit Kommunen und weiteren Akteuren einen Hitzeaktionsplan für Schleswig-Holstein zu entwickeln. Weitere Themen am Vormittag waren die Lehrmittelfreiheit und Lehrmittelkosten, der Schwimmunterricht an Schulen, die langfristige Sicherung der Gesundheitsämter sowie eine Anhebung der Ehrenamtspauschale.
Am Nachmittag beriet das Parlament über Änderungen des Landesjagdgesetzes: Die Koalition will das Landesrecht an die neuen bundesweiten Regeln zum Umgang mit Wölfen anpassen und damit die neuen Möglichkeiten zur Bejagung des Wolfes in Schleswig-Holstein umsetzen. Außerdem ging es unter anderem um Steuerkriminalität, eine Reform der deutsch-luxemburgischen Stromgebotszone sowie um Zusagen des Landes beim Ganztagsausbau.
Hybride Gefahren und die Zukunft der Bäderbahn
Der Freitag begann mit der Drohnenabwehr zum Schutz der maritimen und kritischen Infrastruktur im Land. Die FDP sah angesichts möglicher hybrider Angriffe eine verschärfte Bedrohungslage und fordert, bestehende Maßnahmen schneller auszubauen und weitere konkrete Schritte einzuleiten. Im Anschluss ging es um die Zukunft der Bäderbahn: Mit einem gemeinsamen Antrag setzten sich SPD und FDP für den langfristigen Erhalt und eine verlässliche Perspektive der Verbindung im Kreis Ostholstein ein. Gemeinsam beraten wurde dabei auch der sechste landesweite Nahverkehrsplan für die Jahre 2027 bis 2031.
Weitere Tagesordnungspunkte betrafen unter anderem eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage für landwirtschaftliche Betriebe sowie eine Bundesratsinitiative zur Modernisierung des Fortpflanzungsmedizinrechts und den Unterhaltsvorschuss.
Hinweis:
Im Verlauf des jeweiligen Dienstags vor dem Plenum werden im obigen Text sowie im Zeitplan ausgewählte Themen verlinkt, zu denen es Hintergrundinformationen gibt. Während der Sitzungen erscheinen dann längere Berichte zu diesen Themen sowie aktuelle Newsticker-Meldungen in Plenum Online.













































