Im Streit um die Zukunft Grönlands zeigt sich der Landtag solidarisch mit den Bewohnern der Arktisinsel und mit Dänemark. Grönland wurde 1775 dänische Kolonie und ist seit 1953 Bestandteil des Königreichs mit Selbstverwaltungsrechten. In einer gemeinsamen Resolution bekunden alle fünf Fraktionen ihre „große Sorge“ angesichts der aktuellen Entwicklung und pochen auf die staatliche Souveränität und territoriale Integrität der Insel.
US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach erklärt, er wolle das strategisch bedeutsame und rohstoffreiche Grönland für die Vereinigten Staaten in Besitz nehmen: Die Insel sei wichtig für die nationale Sicherheit der USA angesichts einer angeblichen Bedrohung seitens Russlands und Chinas. Ohne den Präsidenten namentlich zu nennen, wenden sich die Fraktionen im Landtag gegen „Versuche und Überlegungen externer Akteure, die innenpolitischen Angelegenheiten Grönlands zu beeinflussen oder sogar eine Annexion des Territoriums umzusetzen“. Nur Grönland selbst habe das Recht, über seine künftige staatliche Zugehörigkeit zu entscheiden.
Eng mit Europa verbunden
Zudem betont der Landtag, dass Grönland „als autonomes Gebiet des Königreiches Dänemark historisch, politisch, wirtschaftlich und kulturell eng mit Europa verbunden“ sei. Es sei zu begrüßen, dass die EU-Kommission plane, die finanziellen Mittel für Überseegebiete im Mehrjährigen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 zu erhöhen.