Die SPD fordert, das Wohnraumförderprogramm des Landes um die Förderung von Mitarbeiterwohnungen zu erweitern. Unterstützt werden sollen Projekte lokaler Unternehmen, die Wohnungen für ihre Beschäftigten errichten, sofern sich die Arbeitgeber direkt beteiligen und einen angemessenen Eigenanteil leisten. Ziel ist es, die Bindung von Fachkräften in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt zu verbessern.
Zur Begründung verweist der Antrag auf Regionen, in denen der Wohnungsmarkt die Gewinnung von Fachkräften erschwert. Besonders betroffen seien touristische Gebiete sowie die nordfriesischen Inseln. Laut SPD sind die Angebotsmieten in Gemeinden etwa an der Lübecker Bucht in den letzten zehn Jahren teilweise um mehr als 90 Prozent gestiegen. Viele potenzielle Beschäftigte seien daher nicht mehr bereit, ihren Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen, da Mieten und Einkommen nicht mehr zueinander passten.
DIHK: Fachkräfte brauchen Wohnungen
Auch Wirtschaftsverbände sehen fehlenden bezahlbaren Wohnraum als Hemmnis für die Fachkräftesicherung. So fordert die Deutsche Industrie- und Handelskammer unter anderem schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Bürokratieabbau. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC begünstigen hohe Mieten insbesondere in Großstädten Jobwechsel oder Abwanderung und verschärfen den Wettbewerb um Fachkräfte.