Unter dem Motto „Digitale Inkompetenz ist politisch gemacht“ diskutieren rund 40 Schülerinnen und Schüler von 22 der insgesamt 35 berufsbildenden Schulen Schleswig-Holsteins zum heutigen Wochenbeginn (9. Februar) im Plenarsaal des Landeshauses. „Ich freue mich, dass mit Ihnen eine junge, politisch interessierte und engagierte Generation Position für die Gegenwart und Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft und für einen politischen Gedankenaustausch bezieht“, sagte Landtagsvizepräsidentin Jette Waldinger-Thiering in ihrer Begrüßungsrede.
Sie ging dabei auch auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland ein: „Sie sind aktiver Teil einer gesellschaftlichen Debatte, die zusammenbringt und nicht spaltet, die nach Lösungen sucht, statt Krisen herbeizureden, die offen ist für die andere Meinung, aber nicht blind ist für Meinungen, die unserer demokratischen Grundordnung zutiefst widersprechen“, so Waldinger-Thiering. Auf der Tagesordnung der Delegierten mit mehr als 40 Anträgen stehen neben dem Hauptthema Digitalisierung unter anderem auch die psychische Gesundheit, gendergerechte Sprache, antirassistische Bildung oder Machtmissbrauch durch Lehrkräfte.
Das Landesschülerparlament
Das Landesschülerparlament (LSP) ist ein zentrales Gremium der Schülerinnen- und Schülervertretung in Schleswig-Holstein. Es vertritt die gemeinsamen Anliegen, unterstützt die Arbeit der Schülervertretungen an den Schulen (§ 83 Absatz 2 SchulG) und bietet ein Forum für die Diskussion gesellschaftlicher und insbesondere bildungspolitischer Themen. In der Regel finden pro Schuljahr zwei bis drei Landesschülerparlamente statt, in denen Anträge beraten und verabschiedet werden. Die Beschlüsse gehen in das Grundsatzprogramm ein und werden durch die Landesschülersprecherin oder den Landesschülersprecher gegenüber Medien, Politik und Öffentlichkeit vertreten.
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