Kein Verkauf und keine Werbung, dafür gesundheitsfördernde Maßnahmen – Energy-Drinks für Kinder und Jugendliche sollen verboten werden. In ihrem Antrag fordert die schwarz-grüne Regierungsfraktion den Verkauf an Unter-16-Jährige zu untersagen. Dafür soll sich die Landesregierung über eine Initiative im Bundesrat starkmachen. Der Antrag ziele darauf ab, den Gesundheitsschutz junger Menschen zu verbessern, heißt es. Energy-Drinks enthielten viel Koffein, Zucker und aufputschende Stoffe wie Taurin oder Guarana. Besonders bei Kindern und Jugendlichen könne ihr Konsum die Gesundheit beeinträchtigen.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung überschreiten Jugendliche schon mit einer einzigen Dose die empfohlene Höchstmenge an Koffein. Übermäßiger Konsum könne Herzrasen, erhöhten Blutdruck, Nervosität und andere kardiovaskuläre Probleme auslösen – vor allem in Verbindung mit Alkohol oder intensiver körperlicher Anstrengung. Energy-Drinks sind in Deutschland bislang frei verkäuflich und werden gezielt an ein junges Publikum vermarktet, anders als in anderen europäischen Ländern.
Ärzte warnen vor Folgen
Die Antragsteller fordern nicht nur ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Kinder und Jugendliche, sondern auch ein Werbeverbot für Produkte, die sich an Unter-16-Jährige richten. Zudem solle der Bund Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheitskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken.
Ärzte und Verbraucherverbände warnen seit Jahren vor den gesundheitlichen Folgen von Energy-Drinks. So forderten die Verbraucherzentralen kürzlich erneut ein Verkaufsverbot an Minderjährige für alle Erfrischungsgetränke mit einem erhöhten Koffeingehalt (über 150 Milligramm je Liter). Dazu zählten viele Energy-Drinks und einige Cola-Getränke.