Landtagsvizepräsidentin Eka von Kalben würdigte zum Beginn der Plenarsitzung die „Frauen und Männer, die in dieser ersten parlamentarischen Stunde für unser Land aktiv wurden“, als Vorbilder. Von Kalben vertrat die erkrankte Landtagspräsidentin Kristina Herbst.
Die Abgeordneten des ersten Landtages hätten in der Mehrzahl dem NS-Regime „ablehnend bis offen widerständig“ gegenübergestanden, und sie hätten sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Diktatur aktiv „am Aufbau einer neuen Demokratie“ beteiligt. Dies sei „unter unfassbar schwierigen Umständen“ geschehen, so von Kalben: „In der unmittelbaren Nachkriegszeit mussten fast eine Million Flüchtlinge aus den Ostgebieten in Schleswig-Holstein untergebracht und versorgt werden – in einem Land, dessen Industrie zerstört war, das kaum Rohstoffe besaß und sich nicht selbst ernähren konnte.“ Die „Verwaltung des Mangels“, der Kampf gegen den Hunger, die Wohnungslosigkeit und die Kälte strenger Winter hätten die parlamentarische Arbeit der ersten Nachkriegsjahre geprägt.
Erste Abgeordnete von Militärverwaltung ernannt