Kriegsgräber mahnen zum Frieden. Seit 1919 setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für den Erhalt der Kriegsgräberstätten sowie für Begegnung und Bildungsarbeit ein. Vom 1. November bis zum 1. Dezember 2026 sammeln freiwillige Helferinnen und Helfer in Schleswig-Holstein Spenden. In einem gemeinsamen Appell bitten Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Innenministerin Magdalena Finke und der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, Oberst Michael Skamel, um Unterstützung.
„Kriegsgräber erinnern uns daran, welchen Preis Krieg und Gewaltherrschaft Menschen und Gesellschaften abverlangen. Gerade weil Krieg heute wieder zur Realität in Europa gehört und Menschen auch an vielen anderen Orten Gewalt erfahren, dürfen Erinnerung und Friedensarbeit nicht nachlassen“, sagt Landtagspräsidentin Kristina Herbst. „Der Volksbund verbindet würdiges Gedenken mit Begegnung und historischer Bildung. Ich bitte die Menschen in Schleswig-Holstein: Unterstützen Sie die Haus- und Straßensammlung und helfen Sie mit, diese wichtige Arbeit für Verständigung und Frieden fortzuführen.“
Auf Spenden angewiesen
Obwohl der Volksbund im Auftrag der Bundesregierung tätig ist, finanziert er seine Arbeit zum weit überwiegenden Teil aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. In der Haus- und Straßensammlung sind in den Wochen um den Volkstrauertag zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer im Land unterwegs. Am 15. November 2026 gedenkt Deutschland der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Die gemeinsame Gedenkstunde findet im Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtages statt.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation mit rund 192.000 Förderern. Er betreut über 830 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten. Zudem engagiert er sich in der Erinnerungskultur sowie in der Begegnung und Bildung junger Menschen.
Weitere Informationen:
Spendenaufruf des Volksbundes