Parlamentsforum Südliche Ostsee

Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Bild verg��ern

Gdańsk (Danzig), Hafenstadt und frühere Hansestadt (Foto: Andrea Damm / pixelio.de)

Das Parlamentsforum Südliche Ostsee wurde als interregionales Netzwerk der Landtage von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Sejmiks von Pommern und Westpommern am 27. April 2004 in Danzig gegründet um, die bilateralen Parlamentspartnerschaften in ein multilaterales Netzwerk zu überführen. Weitere Partnerparlamente sind die Gebietsduma Kaliningrad, die Sejmik von Ermland-Masuren und die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Regionsrat Schonen (Südschweden) ist assoziiatives Mitglied.

Zielsetzung

Die wesentlichen Zielsetzungen des Parlamentsforums Südliche Ostsee sind:

  • Stärkung der parlamentarischen Zusammenarbeit im südlichen Ostseeraum durch gemeinsame Initiativen,
  • Entwicklung politischer Strategien im Hinblick auf eine gemeinsame Interessenvertretung bei den Institutionen der Europäischen Union und im Ostseeraum,
  • Festigung des politischen, gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts in der Region.

Das Parlamentsforum Südliche Ostsee befasst sich mit parlamentsspezifischen Themen wie Öffentlichkeitsarbeit der Parlamente, „best-practice“-Vergleich von parlamentarischen Strukturen und Verwaltungshandeln, Entwicklung von gegenseitigem interkulturellem Verständnis sowie mit gemeinsamen politischen Initiativen in den Schwerpunktbereichen

  • Jugendpolitik
  • Europäische Strukturpolitik und Tourismusentwicklung
  • Bildungspolitik
  • maritime Wirtschaft

Das Parlamentsforum versteht sich als regionaler Unterbau und anwendungsorientierte Ebene der Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC).

 


Jahreskonferenz 2017: Europäische Kulturrouten im südlichen Ostseeraum

PSO17_web1_schmidt_hollaender
Bild verg��ern

Die Teilnehmer des Parlamentsforums in Stettin. (Foto: Landtag)

Vom 28. bis 30. Mai 2017 fand das 15. Parlamentsforum Südliche Ostsee statt. Die Jahreskonferenz, die diesmal vom Sejmik der Woiwodschaft Westpommern in Stettin ausgerichtet wurde, hatte das Thema "Europäische Kulturrouten im südlichen Ostseeraum – Entwicklung, Einrichtung und öffentlichkeitswirksame Förderung in Europa und in der Welt". Der Schleswig-Holsteinische Landtag war mit einer Delegation vor Ort.

Der CDU-Abgeordnete Volker Dornquast hielt als Vorsitzender der Delegation eine Ansprache zur Bedeutung der Europäischen Kulturrouten. Katrin Krumpholz von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein referierte als Sachverständige zum Thema "Kulturtouristische Vermarktung des kulturellen Erbes in Schleswig-Holstein".

PSO17_web2_schmidt_hollaender

Volker Dornquast hielt im Namens des Landtags eine Ansprache. (Foto: Landtag)

"Bedeutung des kulturellen Erbes verdeutlichen"

Auf Grundlage von Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen verabschiedeten die Konferenz-Teilnehmer eine Resolution. Sie beinhaltet unter anderem Empfehlungen für Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Europäischen Kulturrouten in der südlichen Ostseeregion.

"Zudem wollen wir als Parlamentsforum Südliche Ostsee das Signal der Vereinten Nationen, 2017 als 'Internationales Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung' zu erklären, aufnehmen und verstärken. Im Hinblick auf 2018 als Europäisches Jahr des kulturellen Erbes, wollen wir das Bewusstsein für die Bedeutung des kulturellen und ökologischen Erbes für die touristische Entwicklung wecken und fördern", erläuterte Dornquast.


Abschlussresolution

Die Abgeordneten haben eine 9-seitige Abschlussresolution erarbeitet und verabschiedet.