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Für eine verantwortungsvolle Energiewende: Mega-Solarparks in Dunkelsdorf begrenzen

Die Gemeinde Ahrensbök plant die Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf bis zu 7 % der Gemeindefläche (ca. 670 ha), davon etwa 100 ha im Ortsteil Dunkelsdorf. Einschließlich angrenzender Planflächen benachbarter Ortsteile ergibt sich in und um Dunkelsdorf eine Gesamtfläche von rund 200 ha, womit ein Flächenkomplex entsteht, der an die größten bestehenden Solarparks Deutschlands heranreicht. Der Bebauungsgrad mit Photovoltaik-Anlagen würde in Dunkelsdorf knapp 30 % erreichen; zudem liegen etwa 40 ha in unmittelbarer Nähe zur
Wohnbebauung und beeinträchtigen das Landschaftsbild eines als Naherholungsgebiet genutzten Bereichs erheblich.
Fazit:
Die Bevölkerung Dunkelsdorfs unterstützt grundsätzlich die Energiewende und den Beitrag durch Photovoltaik-Anlagen, sieht jedoch den geplanten außergewöhnlich hohen Bebauungsgrad in Dunkelsdorf deutlich über den Orientierungswerten des Bundesumweltamtes. Die daraus resultierende Überlastung der Landschaft widerspricht Vorgaben des Landesentwicklungsplanes sowie dem Solar-Erlass Schleswig-Holsteins und führt zu einer Ungleichbehandlung gegenüber anderen Ortsteilen; daher wird eine Reduzierung der geplanten Flächen angestrebt.
Ziel:
Rund 90 % der etwa 300 Einwohner sowie die Bürgerinitiative fordern, die wohnortnahen Photovoltaik-Anlagen (B-Plan 91 TB 1, ca. 40 ha) nicht umzusetzen und diese Flächen im geänderten Flächennutzungs- sowie Bebauungsplan wieder als landwirtschaftliche Nutzflächen auszuweisen. Zudem wird der Petitionsausschuss um eine vertiefte landesplanerische Prüfung, etwa durch ein Raumordnungsverfahren, gebeten.
Begründung:
Ein Verzicht auf die Photovoltaik-Bebauung im kritisierten Teilbereich hätte vielfältige Vorteile: Das landschaftliche Erscheinungsbild mit struktureller Vielfalt, weiten Sichtachsen und Hanglagen bliebe erhalten, ebenso wertvolle Ackerflächen für die Nahrungsmittelproduktion. Gleichzeitig entstünde zwischen den verbleibenden Solarparkflächen ein ausreichend großes, im Solar-Erlass gefordertes Landschaftsfenster, das Biotopverbunde (Curauer Moor und Flörkendorfer Teiche über Schwinkenrader Wald und Pinner Horst) verknüpft und Lebensräume – etwa für den jahrzehntelang ortsansässigen Seeadler, das Wappentier Ahrensböks – sichert. Durch den Verzicht könnten zudem mögliche Schallemissionen von Batteriespeichern nahe der Wohnbebauung vermieden werden. Eine Reduzierung des hohen Bebauungsgrades würde die Akzeptanz der verbleibenden Anlagen deutlich erhöhen, während Dunkelsdorf weiterhin überdurchschnittlich stark zum Gesamtprojekt der Gemeinde beiträgt. Zumal genügend unbeplante und besser geeignete Flächen zur Verfügung stehen, wie eine im Solarerlass geforderte Alternativenprüfung zeigt. Die angestrebte Reduzierung ist also bei gleichzeitiger Umsetzung der Photovoltaik-Ausbauziele der Gemeinde Ahrensbök realisierbar.