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Keine Windenergieanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen

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Die Bürgerinitiative „Naturpark statt Windpark“, Krs. Hzgt. Lauenburg, wendet sich gegen die geplanten Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Regionalplan III: PR3_LAU_26, 29, 52, 54, 56, 59 im Naturpark Lauenburgische Seen.
Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus Gudow, Kehrsen, Lehmrade, Horst, Brunsmark, Schmilau, Sterley/Kogel, Salem, Ratzeburg und dem Kurort Mölln.
Die Resolution des Lauenburgischen Kreistages vom 16.06.2016 gegen die Ausweisung von Windenergieflächen in unserem Naturpark muss berücksichtigt werden und wir bitten den Landtag, die planerischen Grundlagen zu prüfen um diesen Raum für Mensch und Natur von Windkraftanlagen freizuhalten.

1. Wir wollen den einzigartigen Landschaftsraum schützen
In unserer Seenlandschaft mit über 40 Seen, artenreichen Wäldern und Mooren fühlen sich Menschen wohl. Windkraftanlagen würden diesen hevorragenden Natur- und Erholungsraum im Herzen des Naturparks dauerhaft und irreversibel verändern. Laut Landschaftsrahmenplan ist der Naturpark geeignet als Landschaftsschutzgebiet und ein „Gebiet mit besonderer Erholungseignung“. Der zentrale Bereich ist nahezu unzerschnitten, hat eine hohe landschaftsästhetische Bedeutung und nicht zuletzt einen besonderen kulturhistorischen Wert. Seine Erholungsfunktion gewinnt an Bedeutung bei einer fortschreitenden Industrialisierung der gesamten Landschaft des Kreises.

3. Artenschutzrechtliche Konflikte und Widersprüche zum LRP/ SH
Vorranggebiete gehören nach unserer Meinung nicht in ein Moorverbundsystem. Das Kehrsener- und Bannauer Moor ist ein „Gebiet, das die Voraussetzungen für eine Unterschutzstellung aIs Naturschutzgebiet erfüllt“. Weitere Moore zwischen Schmilau und Gudow liegen in der Gebietskulisse. In greifbarer Nähe zu EU-Vogelschutzgebieten gelegen befindet sich hier ein bedeutender Zug- und Rastvogelkorridor. Windkraftanlagen brächten Risiken für Kollisionen, Scheuchwirkungen, Zerschneidung von Flugrouten, Zerstörung wichtiger Lebensräume; viele Vogelarten rasten, schlafen und brüten hier. Die höchste Dichte an Kranich-Brutplätzen in S-H ist genau dort, wo Vorranggebiete ausgewiesen werden sollen. Als besonders kritisch sehen wir die kumulative Wirkung der 6 Flächen auf Menschen und Tiere.

4. Wir bitten den Landtag:
4.1. um landes- und regionalplanerische Neubewertung dieser Flächen. Notwendig dazu: eine Gesamtbetrachtung aller Planungen im Kreis zum Ausbau erneuerbarer Energien.
4.2. alle rechtlich zulässigen Instrumente zur Sicherung besonders sensibler Räume auszuschöpfen! Keine schleichende Industrialisierung eines wertvollen Freiraums!
4.3. um Anerkennung der ökologischen und touristischen Bedeutung dieses Naturparks - entsprechend seiner naturräumlichen Verbundenheit mit dem Biosphärenreservat Schaalseelandschaft und dem Grünen Band.

Details

Veröffentlichungsdatum
05.03.2026
Petent/in
Wilhelm Körner
Status
in Beratung
Mitzeichnungs­frist abgelaufen
2.356 Mitzeichner