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Keine zusätzlichen Bahnverkehrsbelastungen für Mölln – Menschen und Natur schützen

Gegenstand der Petition
Im Zusammenhang mit der Korridorsanierung Lübeck–Hamburg soll die Bahnstrecke durch Mölln ertüchtigt werden, damit während der Sanierungsarbeiten zusätzliche Personen- und Güterzüge über diese Strecke geführt werden können. Vorgesehen ist auch die Nutzung durch Güterzüge mit einer Länge von bis zu 740 m tagsüber und nachts.
Wir bitten den Schleswig-Holsteinischen Landtag, sich dafür einzusetzen, dass die möglichen Auswirkungen dieser zusätzlichen Verkehrsbelastung auf Mölln vor einer Umsetzung umfassend und ergebnisoffen geprüft werden.
Begründung
Die Bahnstrecke verläuft durch das Möllner Stadtgebiet und in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten, Stadtsee, Ziegelsee, Erholungsflächen und ökologisch sensiblen Bereichen.
Eine Zunahme des Bahnverkehrs kann zu zusätzlichen Lärm- und Erschütterungsbelastungen führen. Betroffen sein könnten nicht nur die unmittelbar an der Strecke wohnenden Menschen, sondern auch weitere Bereiche der Möllner Innenstadt.
Mögliche Auswirkungen auf Natur, Umwelt und geschützte Tierarten, insbesondere Fledermäuse und Eisvögel, sowie deren Lebensräume müssen untersucht werden. Mölln hat zudem eine besondere Bedeutung für Erholung und Tourismus, deren Belange berücksichtigt werden sollten.
Unsere Forderungen
Wir fordern den Schleswig-Holsteinischen Landtag auf,
1. die geplante Ertüchtigung und zusätzliche Nutzung der Bahnstrecke durch Mölln umfassend und ergebnisoffen zu prüfen;
2. alternative Streckenführungen und Verkehrswege zu untersuchen, um zusätzliche Belastungen für Mölln möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren;
3. die Auswirkungen auf Natur, Umwelt und geschützte Tierarten einschließlich ihrer Lebensräume umfassend zu untersuchen;
4. unabhängige Untersuchungen zu Lärm und Erschütterungen und deren möglichen Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung durchführen zu lassen;
5. transparent über geplante zusätzliche Zugzahlen, Zuglängen, Betriebszeiten und Belastungen zu informieren;
6. eine frühzeitige und transparente Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger an den weiteren Planungen sicherzustellen;
7. zu gewährleisten, dass nach Abschluss der Korridorsanierung Hamburg–Lübeck kein regelmäßiger Güterverkehr auf der Strecke Lübeck–Büchen durchgeführt wird.
Für eine ausgewogene Verkehrsplanung
Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Schienenverkehr oder die Sanierung der Strecke Lübeck–Hamburg. Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Verkehrsplanung ein, die neben überregionalen Interessen auch den Schutz von Menschen, Natur und Umwelt sowie die Lebensqualität in Mölln berücksichtigt.
Der Schleswig-Holsteinische Landtag wird gebeten, sich für eine faire und ausgewogene Lösung einzusetzen und zusätzliche Belastungen für Mölln sorgfältig prüfen und soweit möglich vermeiden oder minimieren zu lassen.