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Kostenlose Menstruationsprodukte in Schleswig-Holstein

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Menstruation ist ein alltäglicher biologischer Prozess, der einen erheblichen Teil der Bevölkerung betrifft. Dennoch ist der Zugang zu Menstruationsprodukten bis heute nicht selbstverständlich gesichert.
Menstruationsprodukte sind notwendige Güter des täglichen Bedarfs. Menstruierende Personen geben im Laufe ihres Lebens mehrere tausend Euro dafür aus. Bereits 2019 gab knapp ein Viertel der Befragten einer Studie von Plan International und WASH United an, die Kosten als finanzielle Belastung zu empfinden (vgl. Plan International, WASH United: Periodenarmut, Tabu und fehlendes Wissen: Menstruation in Deutschland). Produkte werden deshalb teils seltener gewechselt, was gesundheitliche Risiken birgt. Kostenlose Menstruationsprodukte leisten daher einen wichtigen Beitrag gegen Periodenarmut.
Da Menstruation nicht planbar ist, können fehlende Produkte dazu führen, dass Betroffene öffentliche Räume verlassen müssen oder an gesellschaftlicher Teilhabe gehindert werden. Kostenlose Produkte auf öffentlichen Toiletten schaffen hier eine einfache und wirksame Unterstützung im Alltag.
Toilettenpapier wird selbstverständlich kostenlos bereitgestellt, da es für grundlegende Hygiene notwendig ist. Menstruationsprodukte erfüllen eine vergleichbare Funktion. Die derzeitige Praxis führt daher zu einer strukturellen Benachteiligung menstruierender Personen und widerspricht dem Anspruch auf Gleichstellung und Würde.
In Schleswig-Holstein existieren bereits einzelne Initiativen für kostenlose Periodenprodukte, insbesondere im (hoch-)schulischen Kontext. Diese beruhen jedoch meist auf freiwilligem Engagement und sind nicht flächendeckend gesichert. Eine verbindliche landesweite Regelung fehlt.

Vor diesem Hintergrund fordern wir:

1. Die kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten (insbesondere Binden und Tampons) in den Toilettenräumen (Frauen-, Männer- und Unisex-Toiletten) in den Liegenschaften des Landes.
2. Die kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten in Zusammenarbeit mit den Kommunen in öffentlichen Einrichtungen, insbesondere an Grund- und weiterführenden Schulen.
3. Die regelmäßigen Kontrolle und Nachfüllung der Produkte.
4. Flankierende Maßnahmen zum Abbau von Stigmatisierung durch eine öffentlichkeitswirksame Informationskamapgne in Schleswig-Holstein.

Diese Petition wird vom Zwischenfunken Kollektiv unterstützt, einem intersektional feministischen Kollektiv aus Kiel.

Ich bitte den Schleswig-Holsteinischen Landtag, die Petition zu prüfen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Details

Veröffentlichungsdatum
18.05.2026
Petent/in
Wencke Klütz
Status
in Mitzeichnung
41
Tage
0 Mitzeichner, noch 2.000 bis
Quorum
Mitzeichnungen
Kostenlose Menstruationsprodukte in Schleswig-Holstein