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Steuerverschwendung bei Anschaffung digitaler Endgeräte für Lehrkräfte vermeiden.

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Bildung und Wissenschaft

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,


mit der Petition soll erreicht werden, dass

1.den genannten Vorwürfen und Sachverhalten des Buches –„Die öffentliche Verschwendung“-Ausgabe 2026 des Schwarzbuches vom Bund der Steuerzahler nachgegangen und die Vorgänge aufgeklärt werden.

2. dass dieses Problem grundsätzlich und allgemein gelöst und beantwortet wird, damit es sich zeitnah, zukünftig und dauerhaft nicht wiederholt.


Es sollten ferner positiv den Sachverhalt ändernde Konsequenzen und Missbilligungen erfolgen.


Mit freundlichen Grüßen

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Was ist passiert?

Schleswig-Holstein. Das Land Schleswig-Holstein bemüht sich seit Jahren um eine bessere Digitalisierung der Schulen. Seit 2021 wurden schrittweise alle Lehrer mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Sie konnten zwischen verschiedenen Modellen wählen. Insgesamt wurden 34.900 Geräte personengebunden ausgeliefert. Fünf Prozent dienen als technische Reserve an den Schulen, falls Geräte ausfallen oder neue Kollegen ausgestattet werden müssen. Doch eine „Kleine Anfrage“ im Landtag brachte jetzt ans Licht, dass ein Großteil der Geräte von den Lehrkräften gar nicht genutzt wird. So sind nur rund 90 Prozent der ausgelieferten Geräte überhaupt jemals angemeldet worden. Mehr noch: Im Jahr 2025 sind sage und schreibe 10.900 Geräte nicht ein einziges Mal eingeschaltet worden. Das betrifft mehr als 30 Prozent der beschafften Ausstattung!

Kommen wir zur Kostenfrage: Das Land gibt Anschaffungskosten von durchschnittlich 620 Euro je Endgerät an. Hinzu kommen jährlich rund 50 Euro pro Gerät für die Betreuung durch den öffentlichen Dienstleister Dataport. Somit schlummerten 2025 digitale Endgeräte im Anschaffungswert von rund 6,75 Mio. Euro in den Schubladen von Lehrern und Schulen. Dafür hat das Land technische Betreuungskosten von fast 550.000 Euro gezahlt.

Öffentlich geäußerte Kritik an einer offenbar mangelhaften digitalen Kompetenz der Lehrkräfte geht jedoch am Thema vorbei! Nach Auskunft von Lehrerverbänden behindern die eingeschränkten Möglichkeiten der Endgeräte ihren Einsatz: So erlaubt die von der landesweiten Administration aufgespielte Software keinen Zugriff auf soziale Netzwerke und Medienanbieter im Internet. Auch die Kompatibilität mit den anderen an den Schulen vorhandenen Medien ist beschränkt. Viele Lehrkräfte nutzen deshalb lieber ihre eigenen privaten Endgeräte als die dienstlich bereitgestellte Ausstattung.

Alternative Investition

Für 7,3 Mio. Euro lässt sich schon eine einfache Schulturnhalle bauen.

Der Bund der Steuerzahler fordert

Nach dem bevorstehenden Ende ihrer Nutzungszeit dürfen die Endgeräte nicht einfach durch neue ersetzt werden. Vorher muss der echte Bedarf abgefragt werden! Dazu gehört auch eine Erhebung, welche Software an den Schulen tatsächlich gebraucht wird.

Details

Veröffentlichungsdatum
06.10.2026
Petent/in
Jan-Erik Hansen
Status
in Mitzeichnung
41
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Quorum
Mitzeichnungen
Steuerverschwendung bei Anschaffung digitaler Endgeräte für Lehrkräfte vermeiden.