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Steuerverschwendung Fischotteranlage

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Finanzen

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Petition soll erreicht werden, dass

1.den genannten Vorwürfen und Sachverhalten des Buches Die öffentliche
Verschwendung-Ausgabe 2023 des Schwarzbuches vom Bund der Steuerzahler nachgegangen und die Vorgänge aufgeklärt werden.

2. dass dieses Problem grundsätzlich und allgemein gelöst und
beantwortet wird, damit es sich zeitnah, zukünftig und dauerhaft nicht
wiederholt.

Es sollten ferner positiv den Sachverhalt ändernde Konsequenzen und
Missbilligungen erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

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WAS IST PASSIERT?

Tönning (SH). Das Multimar Wattforum in Tönning ist seit 1999 die zentrale Informationseinrichtung für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Immerhin rund 180.000 zahlende Besucher kann man jährlich begrüßen. Um die Einrichtung noch attraktiver zu gestalten, hat man beschlossen, eine Fischotteranlage mit Freigehege und Ausstellungsgebäude zu bauen. Damit sollte ein zusätzlicher Anziehungspunkt geschaffen werden, weil die putzigen Tiere mit den großen Augen besonders bei Kindern große Sympathien genießen. Die inhaltliche Verbindung zum Wattenmeer wirkt dagegen etwas weit hergeholt: Früher sei der Fischotter auch im Binnenland an der Nordsee heimisch gewesen, hieß es.

Doch die Kosten für die Anlage galoppierten davon: Waren ursprünglich 5 Mio. Euro geplant, so belaufen sich jetzt die Gesamtkosten nach der Eröffnung auf 9,2 Mio. Euro. Genau vor dieser Entwicklung hatten wir im Schwarzbuch 2019/20 gewarnt. Unsere schlimmen Befürchtungen wurden sogar noch übertroffen! Besonders umstritten ist die Finanzierung: Das Multimar Wattforum erhält Geld von der Nationalparkstiftung, die wiederum 1,7 Mio. Euro aus einer Ausgleichszahlung für die Verklappung von Hamburger Hafenschlick erhalten hat Geld, das nach dem Landtagsbeschluss eigentlich in den Landeshaushalt hätte fließen müssen.

Foto: Claudia Peters/ Pixabay

ALTERNATIVE INVESTITION

Für 9 Mio. Euro können 30 Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz beschafft werden.

DER BUND DER STEUERZAHLER KRITISIERT

Die Kosten der Fischotteranlage werden sich niemals durch zusätzliche Besuchereinnahmen finanzieren lassen. Der Steuerzahler muss für ein teures Prestigeprojekt aufkommen!

Details

Veröffentlichungsdatum
19.10.2023
Petent/in
Jan-Erik Hansen
Status
in Beratung
Mitzeichnungs­frist abgelaufen
5 Mitzeichner