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„Badesaison! Seebäderkultur an Nord- und Ostsee“

Die Sommerausstellung im Landtag

Badesaison an der Kieler Förde: Passend zur Jahreszeit präsentieren in der Reihe „Kulturland Schleswig-Holstein“ des Landtages und der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) vier Museen eine gemeinsame Themenausstellung.

Ansicht der Badeanstalt in Kiel in Form einer Zeichnung etwa aus dem Jahr 1825.
Ansicht der Badeanstalt zu Kiel im Holsteinischen. Altkoloriertes Umrisskupfer aus der Zeit um 1825 Quelle: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek

Die Nähe zu Wasser und Küste sind im „Land zwischen den Meeren“ identitätsstiftend und locken jedes Jahr zahlreiche Touristen in den Norden. Doch das war nicht immer so: Die Seebäder Apenrade, Kiel, Travemünde und Wyk auf Föhr entstanden im frühen 19. Jahrhundert als medizinische Einrichtungen. Meer und Küste wurden als Landschaft und Reiseziel entdeckt, salzhaltiges Wasser und frische Luft als Quellen der Heilung neu bewertet – grundlegende Voraussetzungen für die Entwicklung der Seebäder an Nord- und Ostsee. Dänische Könige kurten hier ebenso wie preußische Prinzen und genossen die Annehmlichkeiten der Seebäder, zu denen auch gute Unterhaltung gehörte. Sportliche Betätigungen erkannte man rasch als förderlich – und gesellschaftliche Vergnügungen wie das Glücksspiel als hilfreiche Finanzgrundlage. Um 1900 wurde der Strand als touristischer Raum erobert und entsprechend ausgestattet: Strandzelte, Strandkörbe und Sandburgen luden nun zum Verweilen ein.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Seebäder vom Kurbetrieb zum modernen Tourismus auf. Präsentiert werden frühe Fotografien, Illustrationen sowie historische Exponate aus den Bereichen Kunst, Medizin, Sport und Gesellschaftsleben.

Die Museen

Das bereits 1908 gegründete Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum in Wyk auf Föhr besitzt eine umfangreiche kulturhistorische Sammlung. Exponate zu den Themen Walfang und Seefahrt, Trachten, Brauchtum und Baukultur, Seebadgeschichte, Auswanderung, Archäologie, Jagd und Fischerei dokumentieren die Lebens- und Wirtschaftsweise der Insulaner in den vergangenen Jahrhunderten.

Die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gehört zur Medizinischen Fakultät der Universität. Neben der ständigen Sammlung mit historischen Geräten, Präparaten und Zeugnissen aus Apotheken widmen sich wechselnde Ausstellungen der Entwicklung unserer modernen Medizin sowie aktuellen medizinischen Fragestellungen.

Das Museum Kunst der Westküste wurde 2009 in Alkersum auf Föhr eröffnet. In Wechselausstellungen verknüpft das MKdW klassische und zeitgenössische Kunst rund um die Themen „Meer und Küste“. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den Westküstenländern Niederlande, Deutschland, Dänemark und Norwegen aus der Zeit von 1830 bis 1930.

Das Seebadmuseum Travemünde, getragen vom Heimatverein Travemünde, wurde 2007 eröffnet. Mit Filmen, Hörstationen und Exponaten zu den Themen Bademode, Fischerei, Schifffahrt und Fliegerei zeichnet es die Geschichte des Seebades von 1802 bis heute nach.

Midissage

Begrüßung

Klaus Schlie, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Grußwort

Erk Westermann-Lammers, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank Schleswig-Holstein

Einführungen

Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, Direktorin des Museums Kunst der Westküste, Alkersum/Föhr
Eva Fuhry, Leiterin der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Gespräch mit

Jutta Kollbaum-Weber, Leiterin des Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museums, Wyk/Föhr
Siegfried Austel, Leiter des Seebadmuseums Travemünde

Musikalische Begleitung

Márk Delz-Karsai, Kiel (Piano)

Ausstellung

Ort und Zeit

1. Juli bis 13. September
täglich von 10 bis 18 Uhr

Landeshaus, Halle 1. OG
Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Online-Midissage

Donnerstag, 3. September, 19 Uhr

Da die Midissage aufgrund der aktuellen Situation nicht vor Publikum stattfinden kann, wird sie als Livestream auf dem YouTube-Kanal des Schleswig-Holsteinischen Landtages übertragen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung wird nachträglich auch im Offenen Kanal Kiel zu sehen sein: am Freitag, 4. September 2020 um 21 Uhr im Fernsehen sowie unter https://www.oksh.de/ki/sehen/mediathek/

Hinweise zum Ausstellungsbesuch

Die Ausstellung kann nur von Einzelpersonen besucht werden. Aufgrund der immer noch dynamischen Lage bei der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie können sich Änderungen beim Ausstellungszeitraum und den Besuchszeiten ergeben.

Der Eintritt ist frei, lediglich der Personalausweis ist erforderlich. Ein barrierefreier Zugang ist gewährleistet.

Mehr Infos zu Ausstellungsbesuchen

Mitveranstalter

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)