Beirat Niederdeutsch

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38. Sitzung
11. März 2013 um 15.00 Uhr
im Landeshaus

  • Tagesordnung folgt


39. Sitzung
30. September 2013 um 15.00 Uhr
im Landeshaus

Niederdeutsch in Schleswig-Holstein

geerdts_torsten

Niederdeutsch ist ein wesentlicher Teil der sprachlichen Vielfalt und Kultur, ein jahrhundertealtes Markenzeichen des Landes Schleswig-Holstein. Der Erhalt Regionalsprache Niederdeutsch basiert ganz entscheidend auf dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Vereine und Verbände, die Unterstützung von dem Schleswig-Holsteinischen Landtag und der Landesregierung erfahren. Der Schutz und die Förderung der niederdeutschen Sprache sind in der Landesverfassung (Artikel 9 Absatz 2) verankert, weitere entsprechende Verpflichtungen ergeben sich aus der Aufnahme des Niederdeutschen in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Mit einem rechtlichen Rahmen allein ist es nicht getan, er muss auch mit Leben erfüllt werden. Die Etablierung eines Beirates Niederdeutsch unter Vorsitz des/der jeweiligen Landtagspräsidenten/in, die Einrichtung von Zentren für Niederdeutsch in den Landesteilen Schleswig und Holstein sowie ein Landesplan Niederdeutsch sind bedeutende und wirksame Maßnahmen, die ergriffen wurden, um den lebendigen Reichtum der niederdeutschen Sprache und Kultur an kommende Generationen weiterreichen zu können.

Torsten Geerdts
Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages (Okt. 2009 - Juni 2012)
 

Landesplan Niederdeutsch

Zweisprachiges Ortsschild
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Zweisprachiges Ortsschild

In der konstituierenden Sitzung des Beirates Niederdeutsch am 13. März 1992 äußerten die Mitglieder den Wunsch, eine Auflistung über den Umfang der Förderung nieder-deutscher Aktivitäten durch Gemeinden, Kreise und das Land zu erhalten. Es sollte sich dabei um eine Zusammenstellung in Form eines Arbeitspapiers handeln, das Schwer-punkte und Schwachstellen bisheriger Förderung aufzeigt und damit auch eine Grundlageninformation für die weitere Arbeit des Beirates liefert.
Die Erarbeitung sollte auf Basis des ersten „Berichtes der Landesregierung zur Pflege der niederdeutschen Sprache“ erfolgen (Drs. 10/2186 v. 18.3.1987).
Beauftragt mit Auflistung dieser inhaltlichen Schwerpunkte plattdeutscher Arbeit in Form eines Landesplanes wurde das damalige Kulturministerium. Vorlage und Zustimmung erfolgte im Beirat Niederdeutsch am 14.6.1993, die Verabschiedung im Landtag am 1. Juli 1994 mit Auftrag an die Landesregierung zur Umsetzung (Drs. 13/2008 v. 9.6.1994).
Eine Fortschreibung des Landesplanes Niederdeutsch wurde mit Antrag aller Fraktionen des Landtages (Drs. 16/2821 v. 27.8.2009) in die Wege geleitet. Die Landesregierung wurde damit aufgefordert, Inhalte und Ziele des Landesplanes regelmäßig zu überprüfen, ggf. zu aktualisieren und dem Landtag einmal in der Legislaturperiode über den Stand der Umsetzung zu berichten.

Zentren für Niederdeutsch in Ratzeburg und Leck

Nach einer ursprünglichen Idee des damaligen Vorsitzenden der „Plattdüütsch Runn“ in Nordfriesland zur Einrichtung eines „Hauses für Niederdeutsch“ in der Region und anschließender Beratung und Beschluss im Beirat Niederdeutsch wurden Zentren für Niederdeutsch in Leck für den Landesteil Schleswig und in Ratzeburg für den Landesteil Holstein gegründet. Sie sollen der aktiven Förderung des Plattdeutschen in Schleswig-Holstein dienen und die Arbeit der im Lande bestehenden Gruppen und Institutionen, aber auch Einzelpersonen unterstützen und  koordinieren. Es werden umfangreiche Arbeitsmaterialien und Informationen gesammelt und dokumentiert sowie gezielt Niederdeutsch-Aktivitäten im Schul- und Volkshochschulbereich begleitet. Räumlichkeiten stehen für Arbeitstagungen und Veranstaltungen zur Verfügung.

Niederdeutsche Vereine, Verbände und Institutionen