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21. August 2019 – Tunnelsanierung

Wirtschaftsausschuss kritisiert erneute Verzögerung

Die Sanierungsarbeiten am Rendsburger Kanaltunnel haben sich bereits um sechs Jahre verzögert, seit Juni ist klar: Es wird noch länger dauern. Anlass für den Wirtschaftsausschuss, das Thema erneut zu diskutieren.

Kanaltunnel Rendsburg
Der Kanaltunnel in Rendsburg wird seit 2012 saniert. Foto: dpa, Carsten Rehder

„Die Pendler haben es satt, immer wieder auf Verzögerungen hingewiesen zu werden“, kritisiert der SPD-Abgeordnete Kai Vogel die seit Jahren andauernden Bauarbeiten am Rendsburger Kanaltunnel. Vogel hatte das Dauerthema auf die Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses gesetzt und einen Bericht der Landesregierung beantragt. Karsten Thode, Dezernatsleiter in der zuständigen Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, räumte ein, dass sowohl die eigene Behörde als auch die beauftragten Firmen Fehler gemacht hätten. So habe man zu Beginn der Sanierungsarbeiten den Umfang der Schäden unterschätzt und sei nicht richtig aufgestellt gewesen. „Aus diesen Fehlern haben wir gelernt“, so Thode. In der aktuellen Bauphase seien jedoch Planungsfehler des Unternehmens, das für die Betriebs- und Verkehrstechnik zuständig sei, das Hauptproblem.

Ausschussmitglieder der SPD- und CDU-Fraktion monieren, dass die beauftragte Baufirma nicht mit Vertragsstrafen belegt werde. Außerdem sei der Eindruck entstanden, dass das Projekt nicht mit Nachdruck vorangetrieben werde, ergänzt Andreas Hein (CDU). „Es ist kaum nachzuvollziehen, was da abläuft.“ Auch die „enormen wirtschaftlichen Einbußen“ für die Region nördlich des Nord-Ostsee-Kanals seien ein großes Problem. Rückendeckung bekommt Thode von Kay Richert (FDP), der die Fehler nicht beim Wasser- und Schifffahrtsamt sieht und einen „guten Umgang mit der Krisensituation“ lobt. Er fordert die Behörde auf, „den Druck nicht nachzulassen“.

Weitere Sperrungen nach Eröffnung angekündigt

Laut Wasser- und Schifffahrtsamt soll der Kanaltunnel wie geplant im Februar 2020 eröffnet werden. Allerdings seien danach weitere wechselseitige Sperrungen der beiden Röhren für bis zu sechs Monate notwendig, um die Arbeiten an der Betriebs- und Verkehrstechnik fertigzustellen. Ursprünglich sollten die 2012 begonnenen Arbeiten zweieinhalb Jahre dauern und 25 Millionen Euro kosten. Inzwischen sollen sich die Kosten für die Sanierung des rund 600 Meter langen Tunnels nach Medienberichten auf 90 Millionen Euro belaufen.