Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Möglichkeit zum Opt-Out finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutzerklärung

27. September 2019 – September-Plenum

Pflegeberufe sollen besser unterstützt werden

Mit zwei Anträgen wollen die Jamaika-Koalition und die AfD Pflegeberufe weiter stärken und das Berufsbild attraktiver machen.

Pflege Altenheim
Die Ausbildung zum Pflegehelfer soll künftig einheitlich geregelt werden. Foto: dpa, Christoph Schmidt

Hinweis:
Der Tagesordnungspunkt ist abgesetzt worden. Er soll in der kommenden November-Tagung debattiert werden.

Die Jamaika-Koalition will die Pflegeberufereform durch eine „generalistische Ausbildung auch von Pflegehelferinnen und -helfern“ ergänzen. Bislang habe es der Bund versäumt, im Krankenhausgesetz die hierfür notwendige Klarstellung zur Finanzierung einer solchen Ausbildung durch die gesetzlichen Krankenkassen zu treffen, heißt es in einem Antrag von CDU, Grünen und FDP.

Der Begriff Pflegehelfer bezeichnet eine Berufsgruppe, die stetig wächst. Dazu zählen etwa Altenpflegehelfer, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, Betreuungsassistenten oder Pflegeassistenten. Das Personal ist deutlich kürzer ausgebildet als examiniertes Pflegepersonal und übernimmt hauptsächlich unterstützende pflegerische Tätigkeiten. Die Pflegehelfer-Ausbildung ist allerdings bundesweit nicht einheitlich geregelt, so dass einzelne Berufsabschlüsse nur in einigen Bundesländern erworben werden können.

Die Jamaika-Koalition fordert nun die Landesregierung auf, sich über den Bundesrat dafür einzusetzen, dass Pflegehelfer im Krankenhausgesetz aufgenommen werden. So soll die Finanzierung der Ausbildung auch im Krankenhaus gesichert werden und gerade junge Leute mit dem ersten allgemeinen Bildungsabschluss für den Beruf Zugang erhalten.

Kostenübernahme für Palliativ-Care-Fortbildung

Unterdessen fordert die AfD die Kostenübernahme für die Palliativ-Care-Fortbildung für Pflegekräfte durch das Land. Palliative Care bezeichnet ein ganzheitliches Betreuungskonzept zur Begleitung Schwerstkranker, Sterbender und deren Angehörigen. Diese Fortbildung sei „immens wichtig“ und „von höchstem Nutzen“, denn so könne „die Attraktivität der Kranken- und Altenpflege gesteigert“ und qualifiziertes Personal im Beruf gehalten werden. Nach Angaben der AfD können zertifizierte Kurse „bis zu 3.000 Euro“ kosten.

(Stand: 23. September 2019)

Vorherige Debatten zum Thema:
August 2019 (Sondervermögen)
Dezember 2018

Anträge

Pflegesituation verbessern – Kostenübernahme für Palliativ Care Fortbildung für Pflegekräfte
Antrag der Fraktion der AfD – Drucksache 19/1706
Alternativantrag der Fraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und der Abg. des SSW – Drucksache 19/1732

Grundlagen zur Finanzierung einer generalistischen Pflegehelferausbildung schaffen
Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP – Drucksache 19/1714
Alternativantrag der SPD und der Abg. des SSW – Drucksache 19/1734