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10. Oktober 2019 – Geschichte

Digitales Landtagsarchiv deutlich erweitert

Die parlamentarische Arbeit vollständig abrufbar: Das digitale Landtagsarchiv ist um 9.000 Beratungsvorgänge erweitert worden und reicht nun bis zum Jahr 1946 zurück.

Digitales Archiv Landtag Landesatzung 1950
Blick auf das Gesetz- und Verordnungsblatt aus dem Jahr 1950, in dem das In-Kraft-Treten der ersten Landessatzung veröffentlicht wurde. Foto: Landtag

Mit nur wenigen Klicks vom Gesetzentwurf über dessen Beratung bis hin zur Verkündung und den Gesetzblättern: Erstmals stellt der Schleswig-Holsteinische Landtag auch für die Zeit vor 1983 Beratungsvorgänge mit allen öffentlichen zugehörigen Dokumenten verlinkt zur Verfügung. Die umfassende Bereitstellung des parlamentarischen Beratungskontextes zu allen Drucksachen und Regierungserklärungen bis zur Nachkriegszeit dürfte einmalig für deutsche Parlamente sein.

Mussten früher alte Papierregister mithilfe von Fachwissen durchgeblättert werden, kann man jetzt auf einfache Art mit wenigen Klicks im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LIS-SH) sehen, was aus der Drucksache im Parlament geworden ist. Die Daten der alten Register wurden dafür aufwendig überarbeitet und ergänzt.

Jahrelange  Handarbeit

Die 9.000 neuen Beratungsvorgänge stellen etwas mehr als ein Viertel aller seit 1946 entstandenen 34.000 Initiativvorgänge dar. Sie beziehen sich auf die bedeutsameren Dokumente, wie Drucksachen oder Initiativen im Plenum. Insgesamt sind über 100.000 Vorgänge mit 87.000 Dokumenten bei LIS-SH nachgewiesen. Mit dieser Erweiterung ist es nun im Internet über das Landtagsinformationssystem möglich, die parlamentarische Arbeit von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zur Gegenwart anhand der öffentlichen Dokumente im Kontext ihrer parlamentarischen Beratung nachzuvollziehen.

Mit der Erweiterung von LIS-SH unter der Leitung des Diplom-Dokumentars Martin Fenske erreicht der Informations- und Dokumentationsdienst der Landtagsverwaltung einen weiteren Meilenstein im mehrjährigen Digitalisierungsprojekt. Bis zu sechs Mitarbeiter beschäftigten sich neben ihrer alltäglichen Parlamentsarbeit mit dem Projekt, das ohne zusätzliche Ressourcen durchgeführt wurde – es galt etwa zigtausene Blätter zu scannen und zu verschlagworten.