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24. September 2019 – Blutspende

Erfolgreiche Aktion im Landeshaus

Mit einer Blutspende Leben retten: 69 Spendewillige sind dem Ruf von Landtag, Landesregierung und Deutschem Roten Kreuz heute ins Landeshaus gefolgt. Neun spenden zum ersten Mal.

Blutspende Schlie Günther Landeshaus
Landtagspräsident Klaus Schlie (r.) und Ministerpräsident Daniel Günther im Gespräch mit einem Spendewilligen. Foto: Landtag, Rebecca Hollmann

Von insgesamt 69 Menschen, die dem Ruf des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ins Landeshaus gefolgt sind, durften 63 nach ärztlicher Kontrolle tatsächlich spenden. Neun von ihnen waren Erstspender. Das DRK ist zufrieden: Die Zahl der Spendewilligen ist im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Landtagspräsident Schlie, der die Aktion, die seit 2005 regelmäßig im Parlamentsgebäude stattfindet, unterstützt, betonte: „Das DRK braucht für Unfall- und Krankheitssituationen laufend Blutspenden. Darum ist es ungeheuer wichtig, dass genügend Menschen zur Spende bereit sind“. Schlie hob den Öffentlichkeitscharakter der Aktion hervor: „So können Menschen von dem Thema erfahren und sich einer Spende anschließen.“

Krankenschwester Claudia Weißweiler, die heute im Landeshaus bei der Blutabnahme tätig war, appellierte an alle Schleswig-Holsteiner, die sich vor einer Blutentspende scheuen: „Wenn man ausreichend trinkt, hat man das Spende-Volumen eigentlich direkt nach der Blutabnahme wieder. Die Blutzellen brauchen allerdings mehr Zeit, um sich zu regenerieren. Deswegen haben wir 58 Tage zwischen jeder einzelnen Blutspende, damit sich die Blutzellen im Knochenmark wieder neu aufbauen können.“ Die rund 34,5 Liter Blutspenden der heutigen Aktion werden bei Raumtemperatur von 20 bis 24 Grad nach Lütjensee (Kreis Stormarn) transportiert und dort im Labor untersucht. In einem Sammellabor in Frankfurt am Main wird jede Probe noch einmal überprüft. Nach 24 Stunden steht das Blut zur Patientenversorgung bereit.

„Null negativ“ gesucht

Wie in den Vorjahren war es möglich, sich gleichzeitig für die Deutsche Stammzellspenderdatei registrieren zu lassen. Weil viele Menschen eine schmerzhafte Vorstellung von der Entnahme haben, klärt Christina Domberg vom DRK-Labor in Lütjensee auf: „Es gibt zwei Entnahmemethoden. Bei der peripheren Stammzellspende werden – ähnlich wie bei einer Blutabnahme – Zellen über mehrere Stunden über ein Gerät gefiltert. Dann gibt es die Knochenmarksentnahme in einer OP-ähnlichen Situation. Der Spender darf sich für eine der Varianten entscheiden." Bei der heutigen Aktion registrierte sich eine Person für die Stammzellspenderdatei.

Der Bedarf an Blut ist allgegenwärtig: Allein in Deutschland werden nach Angaben des DRK 15.000 Blutspenden benötigt. Besonders begehrt ist die Blutgruppe „null negativ“. Nur drei bis fünf Prozent aller Spender haben sie. Da sie universell für jeden Patienten verwendet werden kann, wird sie händeringend für Notfallpatienten benötigt. Landtagspräsident Schlie ermutigt alle Schleswig-Holsteiner, die es heute nicht ins Landeshaus geschafft haben, sich unkompliziert über das DRK oder den Hausarzt über das Blutspenden zu informieren und selbst als Spender aktiv zu werden.