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22. September 2021 – September-Plenum

Landtag einig: Jugendberufs­agenturen sind Erfolgsmodell

Wie steht es um die Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein? Die Regierung zieht eine positive Bilanz in einem Bericht zum Thema. Und auch der Landtag ist sich einig: Die Einrichtungen sind ein Erfolgsmodell.

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Inzwischen gibt es an 20 Standorten im Land Jugendberufsagenturen. Foto: dpa, Patrick Pleul

Mit Blick auf Jugendberufsagenturen ist das Land gut aufgestellt, regelmäßig kommen neue Standorte hinzu. Und auch die Rückmeldungen sind laut einer Befragung überwiegend positiv. Das ist das Ergebnis eines Entwicklungsberichts zu den Einrichtungen, den Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) heute im Landtag vorgestellt hat. „Der Übergang von Schule zum Beruf ist für junge Menschen ein wichtiger Lebensabschnitt“, so der Minister. Jugendberufsagenturen spielten dabei eine große Rolle. Denn: Sie würden die Chance bieten, „dass wir rechtskreisübergreifend alle an einem Tisch haben“.

Inzwischen gebe es nur noch wenige Kreise ohne Jugendberufsagentur. „Wir sind auf einem richtigen Weg einen erheblichen Schritt vorangekommen in den vergangenen Jahren“, sagte Buchholz und kündigte an, die Berufsagenturen für junge Menschen auch künftig zu stärken und auszubauen. Auch alle weiteren Redner zogen eine überwiegend positive Bilanz und bezeichneten die Jugendberufsagenturen als Erfolgsmodell.

Mehrere Kompetenzen unter einem Dach

Seit 2017 sind laut dem Regierungsbericht Jugendberufsagenturen an 20 Standorten in zehn Kreisen und kreisfreien Städten vertreten, eingerichtet zwischen 2016 und 2019. Unterstützt hat das Land den Aufbau seit 2015 mit knapp 470.000 Euro (Stand August 2021) als Anschub- und Etablierungsfinanzierung. Für das Haushaltsjahr 2021 sind 150.000 Euro zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der JBAen vorgesehen.

Aufgabe der Jugendberufsagenturen ist es, die unterschiedlichen Kompetenzen der Jugendhilfe, der Arbeitsagenturen, den Jobcentern und den Schulen zu bündeln und junge Menschen unter 25 Jahren auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft zu begleiten. Dabei steht im Vordergrund, Jugendlichen komplizierte Behördengänge zu ersparen. Insgesamt gibt es derzeit an 20 Standorten in zehn Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein Einrichtungen der Jugendberufsagenturen.

Weitere Redner:
Kirsten Eickhoff-Weber (SPD), Peer Knöfler (CDU), Ines Strehlau (Grüne), Anita Klahn (FDP), Jette Waldinger-Thiering (SSW)

„Die Jugendberufsagenturen ersparen jungen Menschen lange Wege von Behörde zu Behörde und tragen damit wirksam dazu bei, möglichst allen Interessierten eine berufliche Perspektive zu eröffnen“, heißt es in einem rund 40 Seiten starken Bericht der Landesregierung zu den Jugendberufsagenturen (JBA) im Land. Anliegen junger Menschen würden durch eine gezielte Kommunikation untereinander schneller und besser gelöst. Auch eine vom Arbeitsministerium in Auftrag gegebene Evaluation über die Wirksamkeit der Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein habe ergeben, dass „die Zusammenarbeit von den Partnern in den JBAen überwiegend positiv bewertet wird und sie aus ihrer Sicht einen Mehrwert darstellen“.

Inzwischen seien Jugendberufsagenturen an 20 Standorten in zehn Kreisen und kreisfreien Städten vertreten, eingerichtet zwischen 2016 und 2019. Unterstützt habe die Landesregierung den Aufbau seit 2015 mit knapp 470.000 Euro (Stand August 2021) als Anschub- und Etablierungsfinanzierung. Für das Haushaltsjahr 2021 seien 150.000 Euro zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der JBAen vorgesehen. Für bauliche Maßnahmen stünden mit einem Höchstbetrag von 50.000 Euro pro Einrichtung zusätzlich Mittel aus dem Programm „IMPULS 2030 Infrastrukturmodernisierungsprogramm für unser Land Schleswig-Holstein“ zur Verfügung.

Bericht gibt auch Aufschluss über Konzepte und Planungsstand

Darüber hinaus informiert der Bericht über die unterschiedlichen Arbeitskonzepte und Besonderheiten der JBAen, den Planungsstand für weitere Einrichtungen und darüber, wie die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg zusammenarbeiten.

Im Dezember 2020 hatte der Landtag einen Antrag der SPD beschlossen, der einen Bericht über die Entwicklung der Jugendberufsagenturen gefordert hatte. Diese werden seit 2016 landesweit nach und nach etabliert und sollen junge Menschen auf dem Weg in eine berufliche Zukunft begleiten. „Niemand geht auf seinem Weg verloren“, ist das erklärte Ziel der Jugendberufsagenturen. Die Förderung der beruflichen und sozialen Integration junger Menschen unter 25 Jahren ist Aufgabe von Jugendhilfe, Arbeitsagenturen, Jobcenter sowie der Schulen. In einer Jugendberufsagentur arbeiten diese Institutionen zusammen, um Jugendlichen abgestimmte und individuelle Unterstützung zu bieten.

(Stand: 20. September 2021)

Meldung bei Antragstellung:
Dezember 2020 (ohne Aussprache)

Regierungsbericht

Jugendberufsagenturen
Antrag der Fraktion der SPD – Drs. 19/2623(neu)
(Landtagsbeschluss vom 11. Dezember 2020)
Bericht der Landesregierung – Drucksache 19/2811(neu)
(Federführend ist das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus)