Parlamentsforum Südliche Ostsee

Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Bild verg��ern

Gdańsk (Danzig), Hafenstadt und frühere Hansestadt (Foto: Andrea Damm / pixelio.de)

Das Parlamentsforum Südliche Ostsee wurde als interregionales Netzwerk der Landtage von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Sejmiks von Pommern und Westpommern am 27. April 2004 in Danzig gegründet um, die bilateralen Parlamentspartnerschaften in ein multilaterales Netzwerk zu überführen. Weitere Partnerparlamente sind die Gebietsduma Kaliningrad, die Sejmik von Ermland-Masuren und die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Regionsrat Schonen (Südschweden) ist assoziiatives Mitglied.

Zielsetzung

Die wesentlichen Zielsetzungen des Parlamentsforums Südliche Ostsee sind:

  • Stärkung der parlamentarischen Zusammenarbeit im südlichen Ostseeraum durch gemeinsame Initiativen,
  • Entwicklung politischer Strategien im Hinblick auf eine gemeinsame Interessenvertretung bei den Institutionen der Europäischen Union und im Ostseeraum,
  • Festigung des politischen, gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts in der Region.

Das Parlamentsforum Südliche Ostsee befasst sich mit parlamentsspezifischen Themen wie Öffentlichkeitsarbeit der Parlamente, „best-practice“-Vergleich von parlamentarischen Strukturen und Verwaltungshandeln, Entwicklung von gegenseitigem interkulturellem Verständnis sowie mit gemeinsamen politischen Initiativen in den Schwerpunktbereichen

  • Jugendpolitik
  • Europäische Strukturpolitik und Tourismusentwicklung
  • Bildungspolitik
  • maritime Wirtschaft

Das Parlamentsforum versteht sich als regionaler Unterbau und anwendungsorientierte Ebene der Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC).

 


Jahreskonferenz 2016: Innovationen in Land-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft

PSO_web_rb
Bild verg��ern

Die Teilnehmer des Parlamentsforums im Plenarsaal (Foto: Landtag)

Vom 12. bis zum 14. Juni 2016 fungiert der Schleswig-Holsteinische Landtag als Gastgeber des Parlamentsforums Südliche Ostsee. Das interregionale Netzwerk der Parlamente mehrerer Ostsee-Anrainerstaaten tagt in Kiel zu den Themen Land-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft.

Diskussionen, Fachvorträge und Exkursionen - beim 14. Parlamentsforum Südliche Ostsee haben die Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Russland und Schweden ein umfassendes Programm. Auf der Tagesordnung stehen Vorträge zu Klimawandel und Landwirtschaft und zu regionalen Lebensmitteln sowie der Besuch eines Versuchsguts für Ökologischen Landbau in Lindhöft.

Abschlussresolution

Die Abgeordneten haben eine 10-seitige Abschlussresolution mit dem Schwerpunkt "Land-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft" erarbeitet.

Weitere Informationen:
-Pressemitteilung des Landtages zum Parlamentsforum (pdf)
-Tagungsprogramm (pdf)

 

 

Experten-Anhörung am 26. Februar 2016 in Stettin    

Im Vorfeld der Jahreskonferenz in Kiel gab es am 26. Februar in Stettin eine internationale Expertenanhörung zum diesjährigen Schwerpunktthema "Land-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft - Innovation und Zusammenarbeit im südlichen Ostseeraum".

Parlamentsforum2016_expertenanhoerung_web_lt
Bild verg��ern

Experten-Treffen im Vorfeld der Jahreskonferenz: Die Delegierten der Parlamente tauschten sich in Stettin aus. (Foto: Sejmik Westpommern)

Der Leiter der Delegation des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Bernd Voß, unterstrich die Forderung, der deutsche Aquakultursektor solle sein Wettbewerbspotential ausschöpfen und dabei auf gesundheitlich wertvolle Aquakulturerzeugnisse aus nachhaltiger umwelt- und tiergerechter Produktion setzen. Es sei von besonderer Bedeutung, dass Agrar-, Fischerei-, Ernährungs- und Forschungspolitik ihre Kräfte bündelten und in gemeinsamer Verantwortung innovative Wege beschritten.

Potenzial der Aquakultur im Fokus

Diesen Impuls solle die Jahreskonferenz in Kiel aussenden. Veränderungen und Fortschritt seien das Fundament für eine gedeihliche Zukunft im südlichen Ostseeraum, sagte der Grünen-Abgeordnete.

Der Delegation gehörte außerdem Ronny Marquardt als Experte von der Fraunhofer-Einrichtung für marine Biotechnologie in Lübeck an. Marquardt betonte die Bedeutung der nachhaltigen Aquakultur: Aquakultur sei im globalen Maßstab der am schnellsten wachsende Zweig der Lebensmittelbranche, während er in Deutschland auf der Stelle trete. Deutschland als wasserreiches Land und Hochtechnologiestandort könne einen Standortvorteil haben, den es aufgrund verschiedener vor allem rechtlicher Hemmnisse nicht nutze.